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Story #Alumni#Unternehmensführung

4. Generation: Starkes Familienunternehmen meistert Krise

Proud to be a graduate: Unsere Alumni und ihre Erfolgsgeschichten

Christina Eremit hat es sozusagen in den Genen: das Unternehmertum. Aus einem traditionsreichen Familienunternehmen abstammend, absolvierte sie den Bachelor-Studiengang „Unternehmensführung“ an der IMC FH Krems. Gleich nach dem Abschluss begann sie mit voller Kraft als Prokuristin in ihrem Familienunternehmen „Eremit Display“ zu arbeiten. Während der Corona-Krise hat man sich auf die Herstellung von Plexiglaswänden und Gesichtsschutzvisiere spezialisiert und so die Krise gut gemeistert.

 In einem Interview erzählt uns die engagierte Neo-Unternehmerin über ihre täglichen Aufgaben und Herausforderungen.

Christina Eremit

Christina Eremit arbeitet seit ihrem Abschluss in Unternehmensfrührung erfolgreich als Prokuristin in ihrem Familienunternehmen Eremit Display.

„Ich habe mich damals für den Studiengang Unternehmensführung an der IMC FH Krems entschieden, da ich aus einer Unternehmerfamilie komme, und ich die vierte Generation dieser Familie repräsentiere. Der Umgang mit Zahlen und das unternehmerische Denken wurde mir familienbedingt in meine Wiege gelegt, und deshalb war der Studiengang die perfekte Ergänzung.“

Praxisorientiertes Studium erleichtert den Arbeitsalltag enorm

 „Die IMC FH Krems hat mir ein sehr gutes Fundament für meinen weiteren beruflichen Werdegang gelegt – der Unterricht war sehr praxisorientiert und die angebotenen Fächer haben mich gut auf mein berufliches Leben vorbereitet: Internes und externes Rechnungswesen sowie mein Praktikum in einer Wirtschaftsprüfungskanzlei sind für mich heute noch von Vorteil für meine derzeitige Tätigkeit als Prokuristin. Die fundierte Ausbildung im Studium in Bezug auf E-Business, Excel bis Word, sind ein absolutes Muss im Berufsleben, deshalb erleichtert mir der gelernte Umgang meine jetzige Arbeit enorm.“  

Kein Tag Pause nach dem Studium

 „Nach dem Abschluss meines Bachelor Studiums habe ich gleich am nächsten Tag Vollzeit in unserem Familienbetrieb Eremit-Display angefangen zu arbeiten. Unsere Firma betreibt in vierter Generation Kunststoffverarbeitung. Mein Ur-Großvater war der Erfinder der Kristalltabletts aus Kunststoff welches wir bis heute traditionell noch immer in unserem Sortiment haben. Er hat damals mit der Herstellung von Zeichengeräten, wie zum Beispiel Lineale, und mit Christbaumschmuck begonnen.  Heute verarbeiten wir Acrylglas, Plexiglas sowie andere Materialen mit Laser, Fräsen, Digitaldruck, Biegen, Kleben sowie Spritzguss.  

 Wir bedienen die namhaftesten Unternehmen in Österreich, Deutschland und der Schweiz mit Acrylglas-Displays unteranderem für die Werbe- und Pharmaindustrie, sowie dem Handel.  In jeder Apotheke gibt es mindestens eines unserer Produkte, wie zum Beispiel Zahlteller oder ein Thekendisplay für die Präsentation Ihrer Produkte.“

 Gesichtsschutzvisiere und Plexiglaswände als neues Geschäftsfeld in der Corona-Krise

 „Die Corona-Pandemie hat unser Familienunternehmen vor ganz neue Herausforderungen gestellt. Auch wir wurden von dieser Krise voll getroffen. Unser Kerngeschäft ist sozusagen über Nacht weggebrochen.  Dann Anfang März, ganz am Beginn der Corona Krise hat uns ein befreundeter Arzt auf den Bedarf von fehlenden Gesichtsschutzvisieren besonders im medizinischen Bereich aufmerksam gemacht. Gemeinsam haben wir in der ersten Woche der Corona-Krise mit der Entwicklung von Gesichtsschutzvisieren begonnen.

Innerhalb kürzester Zeit hat sich ein absoluter Hype diesbezüglich entwickelt. Mittlerweile zählen Ärzte, Apotheker, der Flughafen Wien-Schwechat, BIPA, das Justizministerium und viele andere große Institutionen zu unseren Kunden und nutzen unsere Angebote.  

Des Weiteren ist ein großer Bedarf an Schutzwänden aus Acrylglas, auch genannt Hauch oder Niesschutz, entstanden. Wir produzieren täglich eine Vielzahl an Schutzwänden. Hier haben wir verschiedenste Standardmodelle, sowie mobile Trennwände in unserem Sortiment. Der Bedarf ist auch hier enorm, da der Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Vordergrund der Betriebe steht.“

Wir leisten einen Beitrag zum Schutz der Gesellschaft und arbeiten auf höchstem Niveau

 „Uns ist es ein großes Bedürfnis einen Beitrag für den Schutz der Gesellschaft zu leisten. Deshalb arbeiten wir jeden Tag intensiv und auf höchstem Niveau, um die hohe Nachfrage bewältigen zu können. Wir sind Oktober 2019 in unsere neue Betriebshalle umgesiedelt, die es uns ermöglicht, die logistische Herausforderung zu bewältigen. Mein Vater hatte die geniale Idee weitere regionale Unternehmen mit ins Boot zu holen, um den ersten Ansturm zu meistern. Ich selbst bin täglich für den Kundenkontakt, Angebotslegung, sowie für die Auftragsabwicklung zuständig.

 Mein täglicher Antrieb ist die Motivation unseren Betrieb so gut wie möglich durch diese Krise zu führen. Als Familienunternehmen sind wir verantwortlich für 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Familien von dem Einkommen abhängig sind. Wir sind stolz, und ganz besonders in dieser herausfordernden Zeit, auf den einmaligen Zusammenhalt unseres Teams, das teilweise schon über Jahrzehnte bei uns tätig sind. Nur gemeinsam können wir diese Krise gut überstehen.“


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