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Von der Dachdeckerei in die Biotechnologie

Veronika Linhart hat sich gegen den Familienbetrieb und für den Bereich Biotechnologie entschieden.

Veronika Linhart ist 29 Jahre alt und kommt aus Österreich. Sie hat zuerst einen Bachelor in Landschaftsarchitektur absolviert und dann zwei Jahre im Familienbetrieb gearbeitet. Als ihr klar wurde, dass sie das Unternehmen nicht übernehmen will, hat sie sich die Frage gestellt, welche berufliche Laufbahn sie denn eigentlich einschlagen möchte. Sie hat sich für eine Karriere im Biotechnologie-Sektor entschieden und an der IMC FH Krems beworben. Dort hat sie mittlerweile bereits ihren Bachelor in der Tasche und wird in Kürze auch ihren Master in „Medical and Pharmaceutical Biotechnology“ erfolgreich abschließen.

Portrait von Veronika Linhart

Veronika Linhart sammelte während ihres Studiums Erfahrungen in Hong Kong und Schweden.

Veronika Linhart hat sich die Wahl ihres Studiums nicht leicht gemacht. Für sie war nach ihrem ersten Studium nur klar, dass eine Universität für Sie nicht mehr in Frage kam. Persönlich gefiel ihr die Fachhochschule Krems am besten, da das Studium in englischer Sprache angeboten wurde und es ihr außerdem wichtig war, sowohl auf die Forschung als auch auf die Industrie gut vorbereitet zu werden.

Heute erzählt uns Veronika Linhart aus ihrem Studienalltag:

Praktikum in Hong Kong – eine prägende Zeit

Während meines Bachelor-Studiums verbrachte ich mein Praktikumssemester in Hong Kong – was mich um etliche Erfahrungen reicher gemacht hat. Und auch wenn es manchmal etwas härter war, weil die Kultur und die Bräuche ja doch sehr anders sind, war es auf jeden Fall insgesamt eine tolle Zeit. Ich bin sehr froh, dass ich diesen Schritt gewagt habe.

Ich habe damals an der PolyU in der Forschung für Typ II Diabetes gearbeitet. Hong Kong war super spannend, einfach weil es so extrem anders ist als Österreich. Ich habe zum Glück ein Zimmer im Studentenwohnheim der Universität bekommen – ich habe dort mit einer Kollegin auf 12 m2 gewohnt. Alles in allem machte ich eine Erfahrung nach der anderen und das Ganze hat mich auch ziemlich gefordert.

Ich war nach dem Praktikum für 1,5 Monate alleine auf Reisen in Südostasien und habe überall tolle neue Leute kennengelernt, mit denen ich heute noch in Kontakt bin. Ich glaube, wenn ich mich damals nicht getraut hätte nach Hong Kong zu gehen, hätte ich Vieles später auch nicht gemacht. Das ist auch der Grund, warum ich das Praktikum als eine meiner prägendsten Zeiten an sehe.

Double Degree in Schweden

Im Master habe ich mich für das Double Degree Programm der IMC FH Krems mit der Linköping University in Schweden entschieden. In meinem Praktikum an der Linköping University habe ich an "Voltage Gated Potassium Channels" geforscht. Ich arbeite nach wie vor weiter in dieser Forschungsgruppe, da meine Masterarbeit zu einem Research Paper ausgebaut werden soll.

Es sieht auch so aus, als würde ich noch länger in Schweden bleiben, obwohl ich meinen Masterabschluss der Linköping University bereits habe. Im September schließe ich noch mit der Masterprüfung an der Fachhochschule Krems ab, aber inzwischen laufen schon alle Vorbereitungen für einen PhD an der Linköping University.

Abseits von Labor und Vorlesungen

Wenn ich nicht gerade im Labor oder in meinen Vorlesungen sitze, treffe ich mich gerne mit Freunden. Ich muss ehrlich zugeben, dass es im Studentenwohnheim in Schweden letztes Jahr auch kaum etwas anderes gab, als mit meinen Mitbewohnern zu kochen, fernzusehen und Board Games zu spielen. Ansonsten reise ich wahnsinnig gerne, mach gerne Yoga, zeichne ein bisschen und versuche auch wieder etwas mehr Zeit fürs Lesen einzuplanen.

Für mich ist klar: Es gibt kein unnützes Wissen

Den zukünftigen Studentinnen und Studenten kann ich nur die unglaublich banale und kitschige Weisheit weitergeben: Saugt alles auf, was ihr könnt – um euch weiter zu entwickeln, mehr zu lernen und euch fortzubilden. Es muss auch nicht immer studienrelevant sein. Jede Info, jeder Zeitungsartikel, jedes Buch ist sinnvoll – es gibt kein unnützes Wissen!

Zieht ins Ausland, macht eure eigenen Erfahrungen – und zwar nicht nur für den Lebenslauf oder bessere Noten, sondern für euch selbst. Und wenn man mal ins Klo gegriffen haben sollte, kann man noch immer am Ende eine Bilanz ziehen und feststellen, dass man vielleicht trotzdem etwas gelernt hat.

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