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Feierliche Eröffnung von Applied Chemistry

Fachkräfte für die Entwicklung neuer nachhaltiger Rohstoffe werden in Krems ausgebildet.

Der neue englischsprachige Bachelor-Studiengang Applied Chemistry der IMC FH Krems wurde gestern feierlich eröffnet.

Eröffnung - Applied Chemistry

Mag. Ulrike Prommer, Studentin Katharina Pfaffeneder, KR. Ing. Hubert Culik, MAS, Priv. Doz. DI Dr. Uwe Rinner, Student Alexander Gismondi, Prof. (FH), Mag. Eva Werner und Prof (FH). Mag. Dr. Harald Hundsberger.

Der technische Studiengang gilt als Antwort auf den Fachkräftemangel in der chemischen Industrie und ist das erste Angebot dieser Art an einer Fachhochschule. Der Studiengang wurde in enger Zusammenarbeit mit der chemischen Industrie entwickelt und zielt stark auf die praktischen Aspekte ab. Der neue Studiengang wird vom Land Niederösterreich mit 2,4 Millionen Euro gefördert.

Neben Priv. Doz. DI Dr. Uwe Rinner, Studiengangsleiter von Applied Chemistry, Prof.(FH) Mag. Dr. Harald Hundsberger, Vizerektor der IMC FH Krems und Institutsleitung Biotechnologie, Mag. Ulrike Prommer, Geschäftsführerin der IMC FH Krems, Mag. Eva Werner, Rektorin der IMC FH Krems und KR Ing. Hubert Culik, MAS, Vorstand des Fachverbands der chemischen Industrie, waren auch zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der chemischen Industrie bei der Eröffnung anwesend.

Department of Life Sciences wird ausgebaut

Die IMC FH Krems bietet im Department of Life Sciences bisher zwei englischsprachige Studienangebote - einen Bachelor-Studiengang und einen Master-Studiengang Medical and Pharmaceutical Biotechnology - an. Durch den neuen Studiengang Applied Chemistry wird das Angebot erweitert und ganz neue Fragestellungen können beantwortet werden.„Es ergeben sich Synergien im Bereich der Lehre und ein neues Methodenspektrum kann entwickelt werden, zudem können wir fächerübergreifend Wahlfachmodule anbieten“, so Dr. Harald Hundsberger, Leiter des Biotechnologie Instituts.

„Die Durchführung in englischer Sprache ermöglicht den Blick über den Tellerrand und das internationale Vernetzen wird so erleichtert“, hebt Mag. Ulrike Prommer die Vorteile der Vorlesungssprache hervor.

„Chemie ist eine eigenständige Forschungs- und Ausbildungsrichtung aber dient natürlich auch als Bindeglied für biotechnologische Fragestellungen. Wir haben sozusagen ein alchemistisches Süppchen gebraut, wo auf die praxisbezogene und anwendungsorientierte analytische und organische Chemie Wert gelegt wird. Dabei liegt der Fokus unter anderem auf computerbasierten Methoden, Statistik, Big Data und wir geben das Handwerkszeug mit für nachhaltiges Handeln. Wir wollen hin zur Chemie, die sich um nachhaltige Rohstoffe kümmert, zu den positiven Effekten. Der Bedarf an Oberflächenchemikern ist hoch, den wollen wir ebenfalls abdecken“, fasst Rinner das Studienangebot zusammen.  

Wichtiger Forschungsbereich

Insgesamt 11% der Forschungsausgaben aller Fachverbände, das sind über 800 Millionen Euro, werden in der Chemie aufgewendet. „Im internationalen Vergleich haben wir hier aber noch Nachholbedarf, auch im Hinblick auf die voranschreitende Digitalisierung und Globalisierung“, erklärt Fachverbandsobmann Culik. Er betont auch, dass der Bedarf an neuen Fachkräften in der chemischen Industrie da sei und auch Arbeitsplätze vorhanden wären. So begrüße er sehr, dass nun ein neuer Studiengang an der IMC FH Krems geschaffen wurde und die Forschung ausgebaut werden kann.

Gute Zusammenarbeit mit chemischer Industrie

Die enge Verbindung zur Industrie zeigte sich darin, dass es eine kleine Fachmesse gab, bei der die neuen Studierenden erste Kontakte zu potentiellen Arbeitgebern knüpfen konnten. Namhafte Firmen, wie Boehringer-Ingelheim, EcoPlus, Eppendorf, Helios, Lenzing AG, Metadynea, OFI, Oxford Antibiotics Group, Rembrandtin, Shimadzu, SY-LAB, Tiger, und VWR waren mit einem Stand vertreten. Zahlreiche weitere Vertreter von Unternehmen nahmen an der Fachmesse teil.

„Sie müssen für eine Sache brennen, sonst können Sie keine Ideen entzünden“, wandte sich Fachverbandsobmann Hubert Culik abschließend an die anwesenden Studierenden.