Department of Health Sciences - Studenten üben mit einer Gehhilfe

Forschung – Department of Health Sciences

Das Department of Health Sciences führt Forschungsarbeiten in therapeutischer Versorgung und Pflege durch. Ein weiterer Schwerpunkt: das Testen und Entwickeln von Therapiemaßnahmen für Patientinnen und Patienten.

Neue Erkenntnisse durch interdisziplinäre Zusammenarbeit

Bei den Forschungsarbeiten des Departments of Health Sciences kann es sich um Interventionen handeln, die am Department systematisch entwickelt werden. Oder um bereits existierende Interventionen, die systematisch getestet werden. Entsprechende Ergebnismessungen stellen einen wichtigen Teil des Implementierungs- und Evaluierungsprozesses dar.

Die Forschungsprojekte des Departments haben interdisziplinären Charakter und stellen praktische Anwendungsmöglichkeiten in den Vordergrund.

Sie umspannen dabei Bereich wie die Gesundheitsförderung, Prävention und Rehabilitation und den gesamten Lebenszyklus eines Menschen von der Geburt bis zur professionellen Pflege am Lebensende.

Chronische Krankheiten sind ein weiteres Thema, das von Projekten aufgegriffen wird.

Im Mittelpunkt unserer Forschungen stehen die unterschiedlichen Perspektiven und Bedürfnisse aller Betroffenen – von Klientinnen und Klienten und deren Angehörigen bis zu den verschiedenen Gesundheitsexpertinnen und -experten.

Ein besonderer Fokus liegt zudem auf der Einbindung von Patientinnen und Patienten sowie Ärztinnen und Ärzten in die Beurteilungen. Ziel ist es, Praxis und Forschung näher zusammenzuführen.

Hebammen Studenten betrachten ein Lehrstück
Advanced Nurce Practice Studenten analysieren eine Blutzuckerabnahme
Gesundheits- und Krankenpflege Studenten üben am Patientenbett

Forschungsschwerpunkte: Department of Health Sciences

Im Department of Health Sciences konzentrieren wir unsere Forschungsaktivitäten auf folgende Forschungsschwerpunkte

Das Team der IMC Krems beschäftigt sich mit der Konkretisierung des Personalisierungsbegriffs in gesundheitswissenschaftlichen Kontexten mit dem Ziel, Interventionen und pflegerische Handlungen auf individuelle Patientinnen- und Patientenbedürfnisse abzustimmen. Hierbei geht es um die Klärung der Frage, für welche nicht-pharmakologischen Interventionen (therapeutische und pflegerische Handlungen) Patientinnen und Patienten wann, wie oft und wie lange empfänglich sind.

Der Fokus liegt ebenso auf der Erforschung und Charakterisierung dialogischer Strukturen, die indikativ für Fortschritt und Veränderung im Therapieverlauf bzw. Pflegeprozess sind. Ein weiteres Ziel ist die Entwicklung valider Messmethoden und gezielter Schulungen für Empathie im Bereich der Gesundheitsberufe.

Ansprechpartner: Gerhard Tucek

Die Entwicklung neuer Gesundheitstechnologien sowie die Überprüfung der Anwendbarkeit bestehender Technologien und deren Wirkung auf die menschliche Gesundheit sind eine essenzielle Grundlage für die Zukunft. Dieses Forschungsfeld zielt nicht nur auf die Schaffung evidenzbasierter digitaler Lösungen ab, sondern beschäftigt sich auch intensiv mit der Analyse von Chancen, Risiken und ethischen Fragestellungen.

Ansprechpartner: Markus Golla

Das Forschungsfeld der Entwicklung, Testung und Bewertung neuer therapeutischer und pflegerischer Interventionen, mit dem Ziel, die klinische Praxis zu verbessern (Outcome-Forschung), dient der Weiterentwicklung von Forschungsergebnissen. Die Untersuchung von fördernden und behindernden Faktoren bei der Entwicklung, Testung und Bewertung neuer Interventionen hat zum Ziel, die nachhaltige Integration der Ergebnisse in die klinische Praxis zu erleichtern (Implementierungsforschung).

Ansprechpartner: Gerhard Tucek

Die Erforschung von therapiewissenschaftlichen und pflegewissenschaftlichen Interventionen zur konstruktiven Gestaltung von Phänomenen des demografischen Wandels wie zum Beispiel veränderte Lebensstile, Zunahme alternativer Lebensformen, späte Mutterschaften sowie altersbedingte Erkrankungen des Bewegungsapparates, Demenz etc. sind die Grundlage des therapeutischen und pflegerischen Tuns in der heutigen Gesellschaft. Die Bedürfnisse der unterschiedlichen Generationen sind hier im ständigen Wandel, auf den sich Therapie und Pflegewissenschaft evidenzbasiert einstellen.

Ansprechpartner: Markus Golla

Dieser Forschungsschwerpunkt befasst sich mit der Entwicklung und Wirkung von präventiven und gesundheitsförderlichen Maßnahmen auf allen Ebenen der Gesundheit, wobei insbesondere dem Aufbau von Gesundheitskompetenz, gesundem Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen und der Förderung der psychosozialen Gesundheit Bedeutung zukommt und anwendungs-orientierte Forschung in unterschiedlichen Settings stattfindet.

Dies beinhaltet:

  • Entwicklung und Evaluierung präventiver und gesundheitsfördernder Interventionen für Kinder und Jugendliche im Setting Schule
  • Entwicklung und Evaluierung präventiver und gesundheitsfördernder Interventionen für Frauen in der reproduktiven Phase und Familien unter besonderer Beachtung diverser Gender- und Familienkonstellationen
  • Entwicklung von Tools zur Gewaltprävention für den therapeutischen Kontext
  • Erforschung von Maßnahmen zur Förderung persönlicher Gesundheitskompetenz und Schaffung von gesundheitskompetenten Organisationen und sozialen Settings
  • Erforschung der therapeutischen Wirkung von Heil- und Kurwäldern und Entwicklung von Interventionen in naturbasierten Settings

Ansprechpartner: Gerhard Tucek

Musiktherapie Studentin spielt auf einer Harfe

Josef Ressel Zentrum

Für die Grundlegung einer personalisierten Musiktherapie.

Im Laufe des letzten Jahrzehnts hat der Begriff der „personalisierten Medizin“ in den Bereichen Pharmakogenetik, Pharmakogenomik, klinische Diagnose und insbesondere in der Chronopharmakologie, die sich mit dem richtigen Zeitpunkt für die Verabreichung von Medikamenten beschäftigt, zunehmend an Bedeutung gewonnen.

Die IMC FH Krems trägt dieser Entwicklung Rechnung, in dem 2016 das Josef Ressel Zentrum für die Grundlegung einer personalisierten Musiktherapie an der Fachhochschule in Krems gegründet wurde.

Musiktherapie Studenten bei einer Paarübung

Musiktherapie: große Wirkung durch Klänge

Positive Resonanzen - selbst bei schwer hirngeschädigten Menschen

Das Josef Ressel Zentrum widmet sich der Schaffung evidenzbasierter wissenschaftlicher Grundlagen für eine personalisierte Musiktherapie in ausgewählten Feldern der neurologischen Rehabilitation.

In klinischen Fallberichten finden sich im Verlauf des Therapieprozesses vielfach Beschreibungen von Resonanzerfahrungen zwischen Therapeutinnen und Therapeuten bzw. Patientinnen und Patienten.

Diese wissenschaftlich schwer fassbaren Phänomene werden in der musiktherapeutischen Arbeit selbst mit schwer hirngeschädigten Patientinnen und Patienten (zum Beispiel Schädel-Hirn-Trauma, Hypoxie, Schlaganfall etc.) beschrieben.

Forschungsprojekte

  • Department of Health Sciences
    health-sciences

    Red flags: Verbesserung des Wissens über schwerwiegende Pathologien

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    In unserer alternden Gesellschaft werden Krankheiten die den Bewegungsapparat betreffen in Zukunft immer häufiger auftreten und dadurch die Gesundheitskosten erhöhen. Eine Möglichkeit diese Kostensteigerung zu reduzieren ist die Etablierung...

    In unserer alternden Gesellschaft werden Krankheiten die den Bewegungsapparat betreffen in Zukunft immer häufiger auftreten und dadurch die Gesundheitskosten erhöhen. Eine Möglichkeit diese Kostensteigerung zu reduzieren ist die Etablierung multidisziplinärer Primärversorgungseinrichtungen, in denen Ärzte und Angehörige nicht-ärztlicher Gesundheitsberufe (Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Krankenschwestern) zusammenarbeiten. Eine alternde Gesellschaft wird auch vermehrt schwerwiegende Pathologien am Bewegungsapparat mit sich bringen (z.B. Wirbelsäulenmetastasen oder osteoporotische Frakturen). Das Erkennen schwerwiegender Pathologien, insbesondere in deren Frühstadium, ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Die Früherkennung schwerwiegender Pathologien ist essenziell, da dadurch die Prognose sowie Behandlungsergebnisse verbessert werden. Um schwerwiegende Pathologien erkennen zu können, bedienen sich Angehörige aller Gesundheitsberufe sogenannter “Red Flags”. “Red Flags“ sind klinische Anzeichen und Symptome schwerer Pathologien, die während des Patientengesprächs, der körperlichen Untersuchung oder im Verlauf der Behandlung auftreten können. Vertiefendes Wissen über "Red Flags" kann die Chancen verbessern, den Patienten rechtzeitig an den Arzt (zurück)zu überweisen, was sogar lebensrettend für den Patienten sein kann. Unsere bisherigen Untersuchungen haben gezeigt, dass das Wissen von Student*innen der Physiotherapie im letzten Studienjahr in Europa (einschließlich Österreich) hinsichtlich dieser “Red Flags“ gering ist. Auf der anderen Seite sind sich österreichische Allgemeinmediziner*innen und Orthopäd*innen bewusst, wie wichtig es ist, dass Physiotherapeut*innen “Red Flags“ erkennen können. Diese Ergebnisse machten deutlich, dass eine zusätzliche Ausbildung erforderlich ist, um insbesondere das Erkennen dieser sogenannten „Red Flags“ zu verbessern. Das übergeordnete Ziel unseres Projekts ist Fallbeispiele für den Physiotherapieberuf zu entwickeln, um dann das Wissen österreichischer Physiotherapeut*innen hinsichtlich “Red Flags“ zu erweitern. In unserem ersten Teil wollen wir den aktuellen Wissensstand über “Red Flags“ bei qualifizierten österreichischen Physiotherapeuten*innen auf der Grundlage bereits validierter Fallbeispiele mit Hilfe einer Online-Umfrage untersuchen. In dieser Umfrage erheben wir auch, wie Physiotherapeut*innen es bevorzugen würden etwas über “Red Flags“ zu erfahren. Im zweiten Teil werden Ärzt*innen und Physiotherapeut*innen gemeinsam an der Entwicklung neuer Fallbeispiele arbeiten. Diese Fallbeispiele werden dann nach der HAS-Konsens-Methode an eine andere Gruppe von Ärzt*innen und Angehöriger nicht-ärztlicher Gesundheitsberufe geschickt. Im dritten und letzten Teil werden die neu entwickelten Fallbeispiele in einer Edukations-Intervention für Physiotherapeut*innen verwendet, um sicherzustellen, dass das Projekt eine direkte Auswirkung auf den derzeitigen Physiotherapieberuf in Österreich hat.

  • Department of Health Sciences
    health-sciences

    Machbarkeit eines Studiendesigns bei Personen mit Idiopathischem Parkinsonsyndrom

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    Das idiopathische Parkinsonsyndrom (IPS) ist die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung der älteren Bevölkerung (Gao, 2020). Freezing of Gait (FoG) ist ein einschränkendes Symptom bei IPS und wird definiert als „kurzer, episodischer Stopp oder...

    Das idiopathische Parkinsonsyndrom (IPS) ist die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung der älteren Bevölkerung (Gao, 2020). Freezing of Gait (FoG) ist ein einschränkendes Symptom bei IPS und wird definiert als „kurzer, episodischer Stopp oder eine deutliche Verringerung der Vorwärtsbewegung der Füße trotz der Absicht zu gehen" (Giladi, 2008). Kompensationsstrategien wie Cueing können den FoG-Schweregrad reduzieren und die Gangparameter verbessern (Ginis, 2018). FoG schränkt die Mobilität und Selbstständigkeit des/der PatientInnen ein und hat einen erheblichen Einfluss auf seine Lebensqualität (Walton, 2015). Cues sind Ziele oder Referenzen, die die Ausführung einer Bewegung unterstützen (Nieuwboer, 2007). In dieser Studie wurde für das Cueing ein tragbares, nicht-invasives, sternales vibrotaktiles Stimulationsgerät (SVSD) verwendet. Die in dieser Studie verwendete Sensorsohle war eine drahtlose Einlegesohle (Druck- und IMU-Sensoren), welche die Symmetrie des Gangbildes und wichtige Gangparameter wie Schrittlänge, Kadenz oder Schrittdauer aufgezeichnet hat.

     

    Ziel dieser Studie war es zu untersuchen, ob ein randomisiertes Cross-Over-Studiendesign, in dem ein SVSD und Sensoreinlagen zusammen, während des FoG-Scores und des 10m Gehtests eingesetzt werden, durchgeführt werden kann und für die ProbandInnen akzeptabel ist. Ziel war es, Informationen und das Feedback der ProbandInnen zu sammeln, um sie in weiteren und größeren Studien zu verwenden.

     

    Mit den Ergebnissen dieser Studie wurde gezeigt, dass dieses Studiendesign für Menschen mit Morbus-Parkinson machbar ist. Die Daten aus dieser Studie können zur Berechnung der Stichprobengröße verwendet werden, um eine randomisierte klinische Studie durchzuführen.

  • Department of Health Sciences
    health-sciences

    EUPRAC – eine strategische Partnerschaft zur Stärkung der berufspraktischen Ausbildung von Ergotherapeut*innen in Europa

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    In der Bachelor-Ausbildung für Ergotherapeut*innen spielen neben einer hohen Qualität der theoretischen Ausbildung auch die praktische Vermittlung beruflicher Kompetenzen eine wesentliche Rolle. Praktische Erfahrungen länderübergreifend sammeln zu...

    In der Bachelor-Ausbildung für Ergotherapeut*innen spielen neben einer hohen Qualität der theoretischen Ausbildung auch die praktische Vermittlung beruflicher Kompetenzen eine wesentliche Rolle. Praktische Erfahrungen länderübergreifend sammeln zu können fördert die Persönlichkeitsentwicklung sowie den internationalen Wissensaustausch. Diese europäische Projektpartnerschaft konzentriert sich daher vor allem auf den Teil der praktischen Ausbildung von Ergotherapeut*innen, für den es im Ländervergleich bisher noch keine einheitlichen Regelungen gibt, welcher aber ein entscheidender Bestandteil der Ausbildung ist. Hierzu kooperieren Bildungseinrichtungen aus vier europäischen Ländern: IBKM gemeinnützige Schulträger GmbH (DE), "Angel Kanchev" University of Ruse (BG), Akademia Wychowania Fizycznego we Wroclawiu (PL), ICM Fachhochschule Krems GmbH (AT). Die Förderung des Projektes erfolgt durch das Programm

    ERASMUS+ vom 01.10.2018 bis zum 31.03.2021.

    Basierend auf einer Vergleichsstudie, die sich mit den Rahmenbedingungen der Ausbildung, den Anerkennungspraktiken und der Stellung der Ergotherapeut*innen im Sozialversicherungssystem in den beteiligten Ländern befasste, wurde eine gemeinsame Ausbildungsgrundlage für die praktische Ausbildung von Ergotherapeut*innen entwickelt. Mit dem entstandenen EUPRAC-Curriculum verbindet das Projekt-Team den Anspruch, praxisrelevant und modellhaft für andere Akteure, Handlungsrichtlinien für eine barrierefreie Absolvierung von Praktika zur Verfügung stellen zu können, um jungen Menschen neue Perspektiven am europäischen Arbeitsmarkt zu eröffnen.

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    health-sciences

    Forschungskompetenzen für die Wirtschaft, Qualifizierungsseminar: "Implementierung einer evidenzbasierten Betreuung in der Hebammenpraxis"

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    In vielen Ländern sind Hebammen die ExpertInnen in der Betreuung von gesunden schwangeren Frauen. Hebammengeleitete, evidenzbasierte Betreuungsmodelle sind aufgrund zahlreicher Studien sicherer und effektiver als herkömmliche gynäkologische...

    In vielen Ländern sind Hebammen die ExpertInnen in der Betreuung von gesunden schwangeren Frauen. Hebammengeleitete, evidenzbasierte Betreuungsmodelle sind aufgrund zahlreicher Studien sicherer und effektiver als herkömmliche gynäkologische Versorgungsmodelle. Um diese evidenzbasierten Versorgungskonzepte umzusetzen, ist es unerlässlich, dass Hebammen die aktuellsten und neuesten Forschungsergebnisse kennen, interpretieren können und sie in ihrer Praxis umsetzen können. Dies gewährleistet eine sichere, transparente, effektive, effiziente Gesundheitsversorgung und die Erfüllung der Erwartungen bestmöglicher Betreuung nach höchstem, medizinischen Standard von Patientinnen und Patienten, Familien und Gesellschaft.

     

    Die fachliche inhaltliche Weiterentwicklung von Hebammen in Österreich anhand evidenzbasierter Erkenntnisse stellt jedoch eine kontinuierliche Herausforderung dar. In Österreich gibt es Belege dafür, dass viele medizinische Fachkräfte Schwierigkeiten haben, Evidenzen in ihre tägliche Arbeit umzusetzen. Es ist schwierig, Evidenz und evidenzbasierte Protokolle im Kontext konkurrierender Prioritäten im Gesundheitswesen einzuführen und aufrechtzuerhalten. Zahlreiche organisatorische und individuelle Faktoren beeinflussen die Umsetzung und Akzeptanz. Studienergebnisse zeigen, dass fehlende Ressourcen, fehlende Zeit, unzureichende Qualifikationen, unzureichender Zugang, mangelndes Wissen und finanzielle Barrieren die häufigsten Hindernisse für die Umsetzung und Nutzung von Evidenzen in der Hebammenpraxis darstellen.

     

    Unser Ziel war es, den KMUs, die Hebammendienste anbieten, die Fähigkeiten und Ressourcen zur Verfügung zu stellen, um die berichteten Barrieren bei der Umsetzung der Prinzipien der evidenzbasierten Praxis zu überwinden. Wir entwickelten ein auf praktizierende Hebammen zugeschnittenes Lehr- und Lernkonzept, das es ihnen ermöglicht, die notwendigen Fähigkeiten zu erwerben, um praktische, nachhaltige und erfolgreiche Strategien für die Umsetzung von Forschungsergebnissen in die tägliche Praxis zu entwickeln.Nach Abschluss eines 40-stündigen Qualifizierungsseminars berichteten alle teilnehmenden Hebammen, dass sie sich sicherer im Umgang mit Forschungsergebnissen in ihrer täglichen Praxis fühlten. Sie gaben auch an, dass dies komplex sei und sie weitere Übung benötigen würden, um die neu erworbenen Fähigkeiten zu beherrschen. Darüber hinaus kommentierten sie, dass die neu erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse bei der Beratung von Frauen während der Schwangerschaft, der Geburt und in der Wochenbett ihnen bei der Entscheidungsfindung helfen würden.

     

    Das Projekt wurde von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft gefördert.

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    Smart Aggregation and Visualisation of Health Data (SMARAGD)

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    Das Projekt mit dem Titel „Smart Aggregation and Visualisation of Health Data“ (SMARAGD) wurde unter der Konsortialleitung von Prof.in (FH) Mona Dür, PhD, MSc, der IMC Fachhochschule Krems in Kooperation mit der SYNYO GmbH, der...

    Das Projekt mit dem Titel „Smart Aggregation and Visualisation of Health Data“ (SMARAGD) wurde unter der Konsortialleitung von Prof.in (FH) Mona Dür, PhD, MSc, der IMC Fachhochschule Krems in Kooperation mit der SYNYO GmbH, der Karl-Franzens-Universität Graz, der Johannes Kepler Universität Linz, der Medizinischen Universität Graz, der Know-Center GmbH sowie der Universität Wien durchgeführt. Das Projekt wurde von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft teilfinanziert.

     

    Krankenhausinformationssysteme werden vom Gesundheitspersonal beim Zugriff auf und bei der Verarbeitung und der Interpretation von elektronischen Gesundheitsdaten ihrer Patient*innen verwendet. Bisher gab es keine berufsgruppenspezifische Aggregation und Visualisierung von Informationen aus elektronischen Gesundheitsdaten von Patient*innen für Ergotherapeut*innen und Physiotherapeut*innen. Das Ziel des SMARAGD Projekts war es, exemplarisch technische Komponenten für die intelligente Aggregation und Visualisierung von Informationen aus elektronischen Gesundheitsdaten von Patient*innen, die für Ergotherapeut*innen und Physiotherapeut*innen relevant sind, zu entwickeln und im Sinne einer Machbarkeitsstudie zu testen.

     

    Es wurden verschiedene Designs und Methoden angewandt. Anhand qualitativer und quantitativer Forschungsmethoden wurde erhoben, welche Informationen für Ergotherapeut*innen und Physiotherapeut*innen relevant sind und ob diese Informationen im Original, in aggregierter oder in visualisierter Form benötigt werden. Für die Entwicklung und Testung von Möglichkeiten der Aggregation bzw. Visualisierung von Informationen aus elektronischen Gesundheitsdaten von Patient*innen wurden anonymisierte Datensätze aus einem Krankenhausinformationssystem verwendet. Die Machbarkeitsstudie beinhaltete Untersuchungen der technischen Umsetzbarkeit, der Nutzer*innenfreundlichkeit und der rechtlichen Rahmenbedingungen.

     

    Die Ergebnisse beinhalten eine Übersicht jener Informationen, die für Ergotherapeut*innen und Physiotherapeut*innen relevant sind sowie die erforderliche Form ihrer Darstellung. Weitere Ergebnisse sind Entwürfe möglicher Komponenten einer intelligenten Aggregation und Visualisierung von Informationen aus elektronischen Gesundheitsdaten, die Einschätzung ihrer technischen Machbarkeit und ein Bericht über die rechtlichen Anwendungsvoraussetzungen und -grenzen für die intelligente Aggregation und Visualisierung von Informationen aus elektronischen Gesundheitsdaten in der klinischen Praxis. Die Ergebnisse werden zeitnah publiziert und können von verschiedenen Krankenhausbetreiber*innen und Anbieter*innen von Krankenhausinformationssystemen aufgegriffen und bei deren (Weiter)Entwicklung berücksichtigt werden.

     

     

    Weitere Informationen finden Sie auf der Projekthomepage unter www.smaragdprojekt.at .

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    Josef-Ressel-Zentrum für Grundlegung einer personalisierten Musiktherapie: Aspekte personalisierter Musiktherapie in der Neurorehabilitation

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    Das Josef Ressel Zentrum hat eine Laufzeit von September 2016 bis August 2021.

     

    Das JRZ widmet sich der Schaffung Grundlagen zur Forschung in „Real-World-Setting“ zur Erfassung des tatsächlich und individuell ablaufenden Therapiegeschehens.

     

    Das...

    Das Josef Ressel Zentrum hat eine Laufzeit von September 2016 bis August 2021.

     

    Das JRZ widmet sich der Schaffung Grundlagen zur Forschung in „Real-World-Setting“ zur Erfassung des tatsächlich und individuell ablaufenden Therapiegeschehens.

     

    Das Forschungszentrum entwickelt dabei neue methodische Ansätze zur evidenzbasierten und personalisierten Musiktherapie in der neurologischen Rehabilitation in Phase C. (Siehe www.neuroreha.at/phasenmodell.html)

     

    Das internationale Forschungsteam des JRC interpretiert "Personalisierung" von einem humanistisch-anthropologischen Standpunkt aus und orientiert sich - unter anderem - methodisch an Prinzipien der sozialen Neurowissenschaften, mit der zentralen Frage, wie Menschen interagieren.

     

    Klinische Fallberichte enthalten häufig Beschreibungen von zwischenmenschlichen Resonanzerfahrungen. Das Forschungsteam interpretiert diese Beschreibungen als Ausdruck des existentiellen Bedürfnisses nach Verstehen und Verstandenwerden.

     

    Ein Forschungsziel ist es, herauszufinden, unter welchen Bedingungen eine solche Resonanz im therapeutischen Kontext gefördert werden kann und wie Therapeuten ihr Mitgefühl dafür trainieren können.

     

    Eine weitere Besonderheit ist es, in "real world settings“ das Labor ans Krankenbett zu bringen und verschiedene Daten (Videographie, EKG, EEG, Biomarker, etc.) zu synchronisieren.

     

    Es werden drei koordinierte Projekte durchgeführt

     

    Projektstrang 1.: Right Period-Projekt: PatientInnen bedürfen zwischen Therapien Erholungszeiten; woran erkennbar? Wie planbar?

    Ziel: präzisere individuelle abgestimmte Therapieplanung auf Basis chronobiologischer Rhythmen und im Rahmen des JRZ entwickelter Fragebögen zur Selbst- & Fremdeinschätzung.

    Perspektive: effizientere Therapien – bessere Outcomes - Kostenersparnis.

     

    Projektstrang 2.: Right Moment-Projekt: in jeder Therapie gibt es besondere Momente, die für Therapiefortschritt entscheidend sind.

    Ziel: Erkennen und Herbeiführen therapeutisch besonderer Momente als Grundlage für Therapiefortschritt.

    Perspektive: Erkenntnisse über die neurobiologischen Mechanismen gelingender therapeutischer Interaktion. Erreichen des Status eines der führenden Forscherteams in Bereich von Musiktherapie und soziale Neurowissenschaften.

     

    Projektstrang 3.: Empathie-Projekt: Therapeutinnen/Therapeuten bedürfen einer besonderen Sensitivität & Schulung für derartige Begegnungsmomente.

    Ziel: Entwicklung valider Messmethoden, sowie gezielte Schulung von Empathie in der MT.

    Perspektive: valide Schulung & Erhalten von Empathie in allen GESWISS- Berufsgruppen

     

     

    Das Projekt wird vom Josef Ressel Zentrum Programm der Christian Doppler Forschungsgemeinschaft, vom NÖGUS, von ProMente Reha und von der s-team solutions GmbH gefördert.

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    The Right Moment - Pilotstudie zur Darstellung circa- und ultradianer Rhythmen von Patienten in Phase C der Neurorehabilitation mittels Herzratenvariabilität

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    Im Laufe des letzten Jahrzehnts gewann die personalisierte Medizin im Bereich der Pharmakogenetik, der Pharmakogenomik, der klinischen Diagnose und speziell der Chronopharmakologie, die sich mit dem optimalen Zeitpunkt für eine Medikamentengabe...

    Im Laufe des letzten Jahrzehnts gewann die personalisierte Medizin im Bereich der Pharmakogenetik, der Pharmakogenomik, der klinischen Diagnose und speziell der Chronopharmakologie, die sich mit dem optimalen Zeitpunkt für eine Medikamentengabe beschäftigt, zunehmend an Bedeutung. Hinsichtlich therapeutischer Interventionen (in einem klinischen Kontext) gab es jedoch praktisch keine Untersuchung des vorteilhaftesten Zeitpunkts für eine therapeutische Behandlung in Bezug auf den chronobiologischen Rhythmus einer Patientin bzw. eines Patienten. Der Schwerpunkt dieses Projekts lag auf der Frage nach dem idealen Zeitpunkt für Therapien mit Bezug auf die individuellen biologischen Rhythmen, der mithilfe der Herzratenvariabilität (HRV) gemessen wurde.

     

    Das vorrangige Ziel war zu bestimmen, wie individuelle circa- und ultradiane Rhythmen möglichst effizient mittels HRV-Analyse dargestellt werden können.

     

    Das Projekt wurde von der Wissenschafts- und Forschungsabteilung (K 3) der Niederösterreichischen Landesregierung finanziert.

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    Pilotprojekt zur Messung von Empathie der Kombination psychometrischer und biometrischer Verfahren

    479

    Empathiefähigkeit gilt in der therapeutischen Arbeit als essentieller Faktor für die Beziehung zwischen Patient und Therapeut und damit als ein wesentlicher Bestandteil im Genesungsprozess. Als zentraler Faktor (musik-)therapeutischer Arbeit gilt das...

    Empathiefähigkeit gilt in der therapeutischen Arbeit als essentieller Faktor für die Beziehung zwischen Patient und Therapeut und damit als ein wesentlicher Bestandteil im Genesungsprozess. Als zentraler Faktor (musik-)therapeutischer Arbeit gilt das Herstellen einer vertrauensvollen, therapeutischen Beziehung zwischen Patient und Therapeut. In diesem Rahmen können sich durch die empathische Zuwendung des Therapeuten die Angst- und Stressreaktionen des Gegenübers reduzieren lassen und einer Entspannung weichen. Zum näheren Verständnis dieser Abläufe gilt es unter anderem das Empathiephänomen genauer zu erforschen. Im Zentrum dieses Projekts stand dabei die Veränderung des Oxytocinspiegels im Organismus als Folge einer empathischen Reaktion auf eine gezeigte Videosequenz aus dem klinisch-therapeutischen Kontext.

     

     

    Das Forschungsprojekt wurde durch den Niederösterreichischen Gesundheits- und Sozialfonds (NÖGUS) kofinanziert.

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    health-sciences

    Pilotstudie: Positronenemissionstomografie (PET) und Musiktherapie

    480

    Hirnverletzungen verursachen eine Reihe von physischen und psychologischen Beschwerden. Die Stelle und Schwere der Hirnverletzung sind immer entscheidende Faktoren für die Prognosen hinsichtlich möglicher Beeinträchtigungen der Patientein bzw. des...

    Hirnverletzungen verursachen eine Reihe von physischen und psychologischen Beschwerden. Die Stelle und Schwere der Hirnverletzung sind immer entscheidende Faktoren für die Prognosen hinsichtlich möglicher Beeinträchtigungen der Patientein bzw. des Patienten.

     

    Außerdem können Schäden an den Verbindungen zwischen den Gehirnzentren Dysfunktionen in deren Kommunikationen hervorrufen und so zu sekundären Funktionsverlusten und Verarbeitungsproblemen führen. Dies verursacht neurologische Störungen wie Konzentrations-, Wachheits- und Aufmerksamkeitsschwächen.

     

    Musiktherapie kann neue Kommunikationswege im Gehirn herstellen und ist daher eine vielversprechende Therapieform für den Wiederaufbau von Kommunikationsstrukturen zwischen Gehirnzentren. Dieses Verfahren ist in jeder Phase der neurorehabilitativen Therapie von größter Wichtigkeit.

     

    Das vorrangige Ziel der Forschung war die Bestimmung von Veränderungen in der Hirnaktivität (Frontallappen, Hippocampus und Kleinhirn) und des Verhaltens, die bei Wachkomapatienten durch Musiktherapie hervorgerufen werden können. Das Projekt untersuchte auch, ob es Verbindungen zwischen Veränderungen der Hirnaktivitäten und des Verhaltens gibt.

     

    Das Projekt wurde durch den Niederösterreichische Gesundheits- und Sozialfonds (NÖGUS) co-finanziert.