Department of Health Sciences - Studenten üben mit einer Gehhilfe

Forschung – Department of Health Sciences

Das Department of Health Sciences führt Forschungsarbeiten in therapeutischer Versorgung und Pflege durch. Ein weiterer Schwerpunkt: das Testen und Entwickeln von Therapiemaßnahmen für Patientinnen und Patienten.

Neue Erkenntnisse durch interdisziplinäre Zusammenarbeit

Bei den Forschungsarbeiten des Departments of Health Sciences kann es sich um Interventionen handeln, die am Department systematisch entwickelt werden. Oder um bereits existierende Interventionen, die systematisch getestet werden. Entsprechende Ergebnismessungen stellen einen wichtigen Teil des Implementierungs- und Evaluierungsprozesses dar.

Die Forschungsprojekte des Departments haben interdisziplinären Charakter und stellen praktische Anwendungsmöglichkeiten in den Vordergrund.

Sie umspannen dabei Bereich wie die Gesundheitsförderung, Prävention und Rehabilitation und den gesamten Lebenszyklus eines Menschen von der Geburt bis zur professionellen Pflege am Lebensende.

Chronische Krankheiten sind ein weiteres Thema, das von Projekten aufgegriffen wird.

Im Mittelpunkt unserer Forschungen stehen die unterschiedlichen Perspektiven und Bedürfnisse aller Betroffenen – von Klientinnen und Klienten und deren Angehörigen bis zu den verschiedenen Gesundheitsexpertinnen und -experten.

Ein besonderer Fokus liegt zudem auf der Einbindung von Patientinnen und Patienten sowie Ärztinnen und Ärzten in die Beurteilungen. Ziel ist es, Praxis und Forschung näher zusammenzuführen.

Hebammen Studenten betrachten ein Lehrstück
Advanced Nurce Practice Studenten analysieren eine Blutzuckerabnahme
Gesundheits- und Krankenpflege Studenten üben am Patientenbett
Eine Gruppe lässt sich beraten

IMC Health Week

5 Tage / 7 Veranstaltungen

Musiktherapie Studentin spielt auf einer Harfe

Josef Ressel Zentrum

Für die Grundlegung einer personalisierten Musiktherapie.

Im Laufe des letzten Jahrzehnts hat der Begriff der „personalisierten Medizin“ in den Bereichen Pharmakogenetik, Pharmakogenomik, klinische Diagnose und insbesondere in der Chronopharmakologie, die sich mit dem richtigen Zeitpunkt für die Verabreichung von Medikamenten beschäftigt, zunehmend an Bedeutung gewonnen.

Die IMC FH Krems trägt dieser Entwicklung Rechnung, in dem 2016 das Josef Ressel Zentrum für die Grundlegung einer personalisierten Musiktherapie an der Fachhochschule in Krems gegründet wurde.

Musiktherapie Studenten bei einer Paarübung

Musiktherapie: große Wirkung durch Klänge

Positive Resonanzen - selbst bei schwer hirngeschädigten Menschen

Das Josef Ressel Zentrum widmet sich der Schaffung evidenzbasierter wissenschaftlicher Grundlagen für eine personalisierte Musiktherapie in ausgewählten Feldern der neurologischen Rehabilitation.

In klinischen Fallberichten finden sich im Verlauf des Therapieprozesses vielfach Beschreibungen von Resonanzerfahrungen zwischen Therapeutinnen und Therapeuten bzw. Patientinnen und Patienten.

Diese wissenschaftlich schwer fassbaren Phänomene werden in der musiktherapeutischen Arbeit selbst mit schwer hirngeschädigten Patientinnen und Patienten (zum Beispiel Schädel-Hirn-Trauma, Hypoxie, Schlaganfall etc.) beschrieben.

Forschungsprojekte

  • Department of Health Sciences
    health-sciences

    Projekt zur Betätigungsbalance von pflegenden Angehörigen (TOPIC)

    Schätzungen besagen, dass in einer von vier österreichischen Familien jemand für ein anderes Familienmitglied oder eine Freundin bzw. einen Freund oder eine Bekannte bzw. einen Bekannten sorgt. Informelle Pflege kann zu Veränderungen im Lebensstil...

    Schätzungen besagen, dass in einer von vier österreichischen Familien jemand für ein anderes Familienmitglied oder eine Freundin bzw. einen Freund oder eine Bekannte bzw. einen Bekannten sorgt. Informelle Pflege kann zu Veränderungen im Lebensstil und dem Lebensumfeld führen, einschließlich organisatorischer Herausforderungen und physischer wie psychologischer Belastungen, und die Anpassung der täglichen Routine der oder des Pflegenden erforderlich machen, um die Bedürfnisse der abhängigen Person zu erfüllen. Diese Veränderungen und Anpassungen können wiederum die Gesundheit und das Wohlbefinden der oder des Pflegenden beeinflussen. Die Monotonie der Handlungen kann eine gesunde Vielfalt an Aktivitäten einschränken. In der Ergotherapie und Arbeitswissenschaft wird diese Mischung verschiedener Aktivitäten als Betätigungsbalance (occupational balance) bezeichnet. Bisher wurde die Betätigungsbalance von pflegenden Angehörigen noch nicht systematisch untersucht.

     

    Ziel ist die Betätigungsbalance von pflegenden Angehörigen und andere gesundheitsrelevante Faktoren zu beschreiben, um mögliche Verbindungen zwischen der Betätigungsbalance pflegender Angehöriger auf der einen Seite und Gesundheit und Wohlbefinden auf der anderen Seite auf Basis einer Analyse verlässlicher und gültiger Messungen zu erforschen.

    Zudem zielt das Projekt auch darauf ab Studierenden die Gelegenheit zu geben, Forschungserfahrung zu gewinnen und daher eine Verbindung zwischen Forschung, Bildung und klinischer Praxis herzustellen und die Zusammenarbeit zwischen der IMC Fachhochschule Krems, den entsprechenden Universitätskliniken und Spitälern der NÖ Landeskliniken-Holding und der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften zu stärken.

     

    Das Projekt wird vom NÖGUS gefördert.

     

    Allgemeine Information TOPIC (YouTube-Video)

    Wie nehme ich teil? (YouTube-Video)

    Detaillierte Studieninformation (PDF-Dokument)

     

    Fordern Sie hier das Fragebogenset für Ihre Teilnahme an.

  • Department of Health Sciences
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    Aspekte personalisierter Musiktherapie in der Neurorehabilitation

    Das Josef Ressel Zentrum (JRZ) nimmt eine humanistische Haltung ein und nähert sich der Personalisierung auf einer kommunikativeren und psychophysiologischen Ebene. Demzufolge erfolgt die Forschung des JRZ in der Musiktherapie und nicht nur bezüglich...

    Das Josef Ressel Zentrum (JRZ) nimmt eine humanistische Haltung ein und nähert sich der Personalisierung auf einer kommunikativeren und psychophysiologischen Ebene. Demzufolge erfolgt die Forschung des JRZ in der Musiktherapie und nicht nur bezüglich der Effekte von Musik. Mit der Erkenntnis, dass die „Effekte (des Ausübens oder Zuhörens) von Musik im Kontext einer therapeutischen Beziehung“ sehr komplex sind, wird das Thema der Personalisierung von Therapie das vorrangige Forschungsthema des JRZ.

     

    Der neue Ansatz des JRZ zielt auf Personalisierung ab und vereint daher die Forschung in den folgenden beiden Gebieten: Forschung an psychophysiologischen Veranlagungen der Patientin bzw. des Patienten und der Therapeutin bzw. des Therapeuten und ihres Einflusses auf die am besten geeigneten Zeitpunkte einer therapeutischen Intervention für bestimmte Patientinnen bzw. Patienten sowie Forschung an Empathie-gestützten therapeutischen Beziehungen angesichts ausgewählter psychophysiologischer Korrelate.

     

    Das Projekt wird vom Josef Ressel Zentrum Programm der Christian Doppler Forschungsgemeinschaft, vom NÖGUS und von der s-team solutions GmbH gefördert.

  • Department of Health Sciences
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    Pilotprojekt zur Messung von Empathie der Kombination psychometrischer und biometrischer Verfahren

    Empathiefähigkeit gilt in der therapeutischen Arbeit als essentieller Faktor für die Beziehung zwischen Patient und Therapeut und damit als ein wesentlicher Bestandteil im Genesungsprozess. Als zentraler Faktor (musik-)therapeutischer Arbeit gilt das...

    Empathiefähigkeit gilt in der therapeutischen Arbeit als essentieller Faktor für die Beziehung zwischen Patient und Therapeut und damit als ein wesentlicher Bestandteil im Genesungsprozess. Als zentraler Faktor (musik-)therapeutischer Arbeit gilt das Herstellen einer vertrauensvollen, therapeutischen Beziehung zwischen Patient und Therapeut. In diesem Rahmen können sich durch die empathische Zuwendung des Therapeuten die Angst- und Stressreaktionen des Gegenübers reduzieren lassen und einer Entspannung weichen. Zum näheren Verständnis dieser Abläufe gilt es unter anderem das Empathiephänomen genauer zu erforschen. Im Zentrum dieses Projekts stand dabei die Veränderung des Oxytocinspiegels im Organismus als Folge einer empathischen Reaktion auf eine gezeigte Videosequenz aus dem klinisch-therapeutischen Kontext.

     

     

    Das Forschungsprojekt wurde durch den Niederösterreichischen Gesundheits- und Sozialfonds (NÖGUS) kofinanziert.

  • Department of Health Sciences
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    Pilotstudie: Positronenemissionstomografie (PET) und Musiktherapie

    Hirnverletzungen verursachen eine Reihe von physischen und psychologischen Beschwerden. Die Stelle und Schwere der Hirnverletzung sind immer entscheidende Faktoren für die Prognosen hinsichtlich möglicher Beeinträchtigungen der Patientein bzw. des...

    Hirnverletzungen verursachen eine Reihe von physischen und psychologischen Beschwerden. Die Stelle und Schwere der Hirnverletzung sind immer entscheidende Faktoren für die Prognosen hinsichtlich möglicher Beeinträchtigungen der Patientein bzw. des Patienten.

     

    Außerdem können Schäden an den Verbindungen zwischen den Gehirnzentren Dysfunktionen in deren Kommunikationen hervorrufen und so zu sekundären Funktionsverlusten und Verarbeitungsproblemen führen. Dies verursacht neurologische Störungen wie Konzentrations-, Wachheits- und Aufmerksamkeitsschwächen.

     

    Musiktherapie kann neue Kommunikationswege im Gehirn herstellen und ist daher eine vielversprechende Therapieform für den Wiederaufbau von Kommunikationsstrukturen zwischen Gehirnzentren. Dieses Verfahren ist in jeder Phase der neurorehabilitativen Therapie von größter Wichtigkeit.

     

    Das vorrangige Ziel der Forschung war die Bestimmung von Veränderungen in der Hirnaktivität (Frontallappen, Hippocampus und Kleinhirn) und des Verhaltens, die bei Wachkomapatienten durch Musiktherapie hervorgerufen werden können. Das Projekt untersuchte auch, ob es Verbindungen zwischen Veränderungen der Hirnaktivitäten und des Verhaltens gibt.

     

    Das Projekt wurde durch den Niederösterreichische Gesundheits- und Sozialfonds (NÖGUS) co-finanziert.

  • Department of Health Sciences
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    The Right Moment - Pilotstudie zur Darstellung circa- und ultradianer Rhythmen von Patienten in Phase C der Neurorehabilitation mittels Herzratenvariabilität

    Im Laufe des letzten Jahrzehnts gewann die personalisierte Medizin im Bereich der Pharmakogenetik, der Pharmakogenomik, der klinischen Diagnose und speziell der Chronopharmakologie, die sich mit dem optimalen Zeitpunkt für eine Medikamentengabe...

    Im Laufe des letzten Jahrzehnts gewann die personalisierte Medizin im Bereich der Pharmakogenetik, der Pharmakogenomik, der klinischen Diagnose und speziell der Chronopharmakologie, die sich mit dem optimalen Zeitpunkt für eine Medikamentengabe beschäftigt, zunehmend an Bedeutung. Hinsichtlich therapeutischer Interventionen (in einem klinischen Kontext) gab es jedoch praktisch keine Untersuchung des vorteilhaftesten Zeitpunkts für eine therapeutische Behandlung in Bezug auf den chronobiologischen Rhythmus einer Patientin bzw. eines Patienten. Der Schwerpunkt dieses Projekts lag auf der Frage nach dem idealen Zeitpunkt für Therapien mit Bezug auf die individuellen biologischen Rhythmen, der mithilfe der Herzratenvariabilität (HRV) gemessen wurde.

     

    Das vorrangige Ziel war zu bestimmen, wie individuelle circa- und ultradiane Rhythmen möglichst effizient mittels HRV-Analyse dargestellt werden können.

     

    Das Projekt wurde von der Wissenschafts- und Forschungsabteilung (K 3) der Niederösterreichischen Landesregierung finanziert.