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Story #Gesundheit#Ergotherapie

"Wir begleiten Menschen bis zum Tod"

Barbara Prinz-Buchberger ist neue Studiengangsleiterin von Ergotherapie.

Ergotherapeuten begleiten ihre Patientinnen und Patienten  in jedem Lebensalter und allen Lebenslagen.  Der Bachelor-Studiengang Ergotherapie an der IMC FH Krems erfreut sich größter Beliebtheit. 

Barbara_Prinz-Ergotherapie

Barbara Prinz-Buchberger ist die neue Studiengangsleiterin des Bachelor-Studiengangs Ergotherapie an der IMC FH Krems.

Barbara Prinz-Buchberger ist seit Anfang des Jahres neue Studiengangsleiterin des Bachelor-Studiengangs Ergotherapie an der IMC FH Krems. Bereits seit fünf Jahren ist sie hauptberuflich Lehrende an der Kremser Fachhochschule, zudem war sie bisher noch freiberuflich als Ergotherapeutin – hauptsächlich in der Pädiatrie – tätig. 

Fokus liegt auf der Betätigung

„Wir begleitet den Menschen von der Geburt bis hin zum Tod – von der Neonatologie bis zur Palliativstation“, macht die neue Studiengangsleiterin bereits deutlich, wie wichtig die Arbeit der Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten ist. Es geht dabei um eine Vielzahl von Erkrankungen und Behinderungen, die einem im Laufe des Lebens passieren können. „Das Hauptaugenmerk liegt auf der Betätigung, also welche Betätigungen wollen oder müssen Menschen wieder ausführen können, um mit einer hohen Lebensqualität leben zu können“, schildert Prinz-Buchberger. Bei einer Halbseitenlähmung nach einem Schlaganfall geht es beispielsweise darum, wie eine Betätigung dahingehend verändert werden kann, dass der oder die Betroffene sich wieder selbst anziehen oder sich etwas zu essen machen kann.
In der Ergotherapie gilt es herauszufinden, welche Funktionen oder Fertigkeiten eine Person braucht und wie diese Handlung modifiziert und erlernt werden kann. Dafür kann etwa die Handkraft trainiert werden, es wird ein Handlungsablauf erstellt oder auch die Umwelt des Patienten wird adaptiert, damit schlussendlich eine Betätigung wieder möglich wird.
Die Arbeit der Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten überschneidet sich in manchen Bereichen mit anderen Berufsgruppen, wie jener der Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten, die Körperfunktion wird trainiert, jedoch ist die Betätigung – zum Beispiel Waschen und Anziehen – stark im Vordergrund. „Es geht immer darum, bedeutungsvolle Tätigkeit im Alltag wieder zu ermöglich. Das kann z.B. die Rückkehr an den Arbeitsplatz nach einem Unfall sein oder für Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen Aktivitäten wie das Einkaufen wieder selbständig durchzuführen“, erklärt die Studiengangsleiterin. Im Bereich der Ergotherapie spielen physische und psychosoziale Aspekte eine Rolle, daher gilt es im Coaching auch das soziale Umfeld miteinzubeziehen und aktiv Angehörigenarbeit zu betreiben.

Therapie mit Hilfe digitaler Tools

Barbara Prinz-Buchberger absolvierte den Masterstudiengang „Health Assisting Engeneering“ und ist daher auch im Digitalisierungsbereich versiert und will die Wissensvermittlung über digitale Therapiemöglichkeiten und das generelle technische Knowhow im Studium weiter verankern. Dabei geht es beispielsweise um die Telerehabilitation, Therapie-Roboter sowie die Anwendung von Therapie- und Gesundheits-Apps. Auch die Möglichkeiten von Umgebungsteuerungssystemen Zuhause – Stichwort Smart Home - welche für Menschen mit schweren Erkrankungen und Einschränkungen ein Verbleiben im Eigenheim ermöglichen, sind Thema im Studium.

Schwerpunkt Forschung

An der IMC FH Krems drehte sich Barbara Prinz-Buchbergers Lehrtätigkeit bisher neben der Pädiatrie, auch um die Gesundheitsförderung, verschiedene Grundlagenfächer und das Bachelor-Seminar. Die Forschung hat für sie einen besonders hohen Stellenwert, dabei geht es ihr auch um die spannende Frage, welche Einfluss die Kommunikation bzw. die Interaktion und die Patient-Therapeut-Beziehung spielt auf den Erfolg und die Effektivität der angewandten Intervention haben. „Digitalisierungsaspekte wie die Möglichkeit der Telerehabilitation und Gesundheits-Apps zur Unterstützung der Klienten im Studium zu verankern, mehr Projekte um Lehre, Forschung und Praxis noch mehr zu vernetzen“, nennt die neue Ergotherapie Studiengangsleiterin als ihre Ziele für die Zukunft. 

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