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Weltweit Praxiserfahrung sammeln

Die Krems-Japan-Connection

Eine vielfältige internationale Studierendengemeinschaft prägt den englischsprachigen Bachelor-Studiengang International Wine Business der IMC FH Krems. Die Wienerin Mio Schild ist 21 Jahre alt und ein Teil der „IWB Community“. Ein halbes Jahr verbrachte sie bei der Sake Brauerei Heiwa Shuzou in Japan. Dort hat sie wertvolle Praxiserfahrung gesammelt.

Mio Schild steht in der Brauerei in Japan.

Die weltoffene Studierende Mio Schild profitierte in hohem Maße von ihrem Berufspraktikum beim japanischen Sake-Hersteller. Fotocredit: Mio Schild

Mio, Du hast einen recht internationalen Background. Erzähle uns bitte von Deinen Interessen.

Ich bin bereits seit meiner Kindheit rund um den Globus gereist. Mit vier Jahren bin ich mit meiner Familie nach Sydney gezogen, wo ich die International Grammar School besucht habe. Meine Matura habe ich dann in Österreich an der La Salle Schule Strebersdorf abgeschlossen. Meine Freizeit verbringe ich am liebsten mit meinen Freunden und sportlichen wie auch kulinarischen Aktivitäten: Volleyball und Tischtennis im Park, Abendessen kochen und Wein verkosten. Eine meiner großen Leidenschaften ist das Malen.

Was ist der „Champion Sake of the Year“ in Japan?

Ich habe mein Praktikum für ein halbes Jahr in der Sake Brauerei „Heiwa Shuzou“ gemacht. Die Brauerei befindet sich in der Wakayama Präfektur, die zirka eine Stunde von Osaka entfernt ist. Aufgrund der hohen Qualität der Region mit idealen klimatischen Bedingungen sowie frischer Wasserversorgung und der angewendeten Brautechniken des Unternehmens konnte die Brauerei zum zweiten Mal den Titel „Champion Sake of the Year“ bei der „International Wine Challenge“ holen. Vor allem in Ländern wie England, Australien, Korea, Taiwan und in den Niederlanden ist die Brauerei für ihre „Fruchtliköre“ und japanischen Sake bekannt. Weiters bemüht sich das Unternehmen ein junges Team anzustellen, da sein Marketing hauptsächlich auf ein junges Publikum ausgerichtet ist. Sein Hauptprodukt heißt „KID“ – das wird in Kanji 紀土 geschrieben und bedeutet übersetzt „das Terroir von Wakayama“. Das Unternehmen konzentriert sich auf eine selbsttragende Landwirtschaft, da sie eigene Reisfelder bestellen sowie Yuzu- und Pflaumenbäume anbauen.

Wie hat Dir Dein Praktikum in der Brauerei gefallen?

Es gab mehrere Gründe, weshalb ich mein Praktikum in Japan machen wollte: Einerseits wollte ich zu meinen Wurzeln zurückkehren und mehr über die Kultur, die Sprache und die Arbeitsweise sowie Mentalität der Japaner erfahren. Andererseits wollte ich die Unterschiede bzw. Ähnlichkeiten zwischen der Weinherstellung und der japanischen Sake-Produktion verstehen.

Trotz der langen Arbeitszeit und der körperlich anstrengenden Arbeit war das Praktikum rückblickend eine der schönsten und unvergesslichsten Erfahrungen. Ich bin vor allem dankbar, dass in erster Linie die Möglichkeit bestand, mein Praktikum in Japan auszuüben. Dadurch, dass ich die erste offizielle Praktikantin war, haben mich alle Mitarbeiter mit Respekt behandelt und mir Freude am Arbeiten vermittelt.

Meine hauptsächliche Aufgabe war, in allen Abteilungen der Sake-Produktion zu arbeiten – vom Reisfeld über Gärung und Analyse bis zur Abfüllung der Flaschen. Nach einigen Monaten haben mich die Arbeiter selbstständig arbeiten und verschiedene Entscheidungen treffen lassen, was mir das Gefühl gab, ein Teil dieser Firma zu sein. Grundsätzlich war das halbe Jahr ein wahres Erlebnis, in dem ich öfters mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert war, jedoch auch viel über mich selbst gelernt habe.

Warum hast Du dich für International Wine Business an der IMC FH Krems entschieden?

Ich habe mich für die IMC FH Krems entschieden, weil ich hier beide Aspekte, Wirtschaft und Weinherstellung, erlernen sowie den Vorteil des Pflichtpraktikums nutzen konnte. Weiters habe ich mich auf das Studieren mit internationalen Studenten, die dieselben Interessen teilen, gefreut. Das Schönste an der IMC ist die Vielfältigkeit und Offenheit vieler Studierender. Ich selbst habe mich in den letzten drei Jahren zu einer offenen und redegewandten Person entwickelt.

Wie sehen Deine Zukunftspläne aus?

Nachdem ich mein Bachelor-Studium an der IMC FH Krems beendet habe, würde ich gerne an der BOKU in Wien und ein Jahr an der Hochschule Geisenheim mit einem Master-Studium in Weinbau und Önologie fortsetzen. Obwohl mein berufliches Interesse hauptsächlich der Business-Branche gilt, möchte ich einen genaueren Einblick in die praktische Weinherstellung erhalten. Bezüglich meines beruflichen Werdegangs hoffe ich, zukünftig als „Brücke“ zwischen Japan und Europa in dieser Branche fungieren zu können.

Mein Tipp

Immer mit einer positiven sowie offenen Einstellung und vor allem einem Lächeln im Gesicht an die Dinge herangehen! Ich hätte nicht gedacht, dass Japan eine Option wäre. Jedoch mit genügend Initiative und Engagement bin ich mir sicher, dass man sein Wunschpraktikum ausüben kann.

Video aus dem Praktikum von Mio Schild ansehen

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