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Story #Student Story#Betriebswirtschaft für das Gesundheitswesen#Studieren ohne Matura

Keine Angst vor Veränderung

Einstieg in das Studierenden-Leben ohne Matura

Der gebürtige Linzer Christian Trubrig wohnt bereits seit 15 Jahren in Krems und hat als Schichtleiter in einem Versorgungs- und Servicezentrum für medizinischen Bedarf gearbeitet, bevor er sich für ein Studium entschieden hat. Da der 33-jährige Hobbysportler keine Matura hat, hat er sich für eine Studienberechtigungsprüfung entschieden, um den Studiengang Betriebswirtschaft für das Gesundheitswesen zu besuchen. Mittlerweile befindet sich Christian Trubrig im letzten Semester seines Vollzeitstudiums und erzählt in einem Interview über seine Erfahrungen.

Christian Trubrig sitzt mit einem Buch auf der Couch

Christian Trubrig startete das Bachelor-Studium Betriebswirtschaft für das Gesundheitswesen ohne Matura. Mittlerweile befindet er sich im letzten Semester.

Was war auschlaggebend, dass Sie sich für dieses Studium an der IMC FH Krems entschieden haben?

Ich habe mich für das Studium entschieden, als ich gemerkt habe, dass ich mich ohne bestimmte Qualifikationen hierarchisch in einem Unternehmen nicht weiterentwickeln kann. Weiters habe ich eine neue Herausforderung in meinem Leben gesucht.

Warum haben Sie sich für die Studienberechtigung entschieden?

Der Grund war, dass es eine schnelle Möglichkeit ist, sich für das Studium zu qualifizieren. Ich habe keine Matura und in meinem Alter die Matura mühsam nachzuholen, um danach zu studieren, erschien mir nicht sehr sinnvoll. 

Wie haben Sie sich über die notwendige Hochschulzugangsberechtigung informiert und wie aufwendig war das?

Zunächst habe ich mich über die diversen Studiengänge der IMC FH Krems informiert und eruiert, welcher gut zu mir und meinen Vorkenntnissen passen könnte. Danach habe ich mich erkundigt, inwieweit es möglich ist, ohne Matura zu studieren und welche Optionen für mich infrage kommen. Aufgrund meines bereits damals breiten Netzwerkes wurde mir schnell klar, dass ich die Studienberechtigungsprüfung ablegen werde, um mich an der IMC FH Krems bewerben zu können. Dies war möglich, da ich den Leiter der Volkshochschule gut kannte und auch Kontakte an der Donau-Universität habe. Diese Personen haben mir bei der Informationsbeschaffung geholfen und mich dabei unterstützt, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Mir war es wichtig, schnellstmöglich mit dem Studium beginnen zu können, da aufgrund meines fortgeschrittenen Alters die Zeit ein essenzieller Aspekt ist.

Welche Inhalte des Studiums haben Ihnen bisher am meisten gefallen?

Grundsätzlich ist es schwer zu sagen, welche Inhalte mir am besten gefallen haben, da ich zum Ersten noch gar nicht mit dem Studium fertig bin und noch ein Semester absolvieren darf, und zum Zweiten waren fast alle Lehrveranstaltungen auf ihre Art und Weise interessant. Müsste ich einen Favoriten wählen, würde ich sagen, dass mir der Finanzbereich, also Controlling, Finanzierung, Budgetierung, Investition etc., inhaltlich am besten gefallen hat.

Welche Inhalte konnten Sie im Berufspraktikum anwenden und welche praktischen Erfahrungen konnten Sie mitnehmen?

Im Praktikum konnte ich einige Aspekte des Studiums anwenden – zunächst mein Buchhaltungswissen, aber auch meine erlernten Skills aus dem Persönlichkeitstraining, Personalmanagement, Organisationsentwicklung und auch aus Softwareanwendungen sowie Mathematik und Einrichtungen des Gesundheitswesens. Es war mir möglich, aus vielen Lehrveranstaltungen unterschiedliche Dinge anzuwenden.

Die praktischen Erfahrungen, die ich mitnehmen konnte, sind nicht nur jene aus der Buchhaltung, beispielsweise das SAP-Programm, sondern auch, wie ein öffentliches Unternehmen funktioniert, worauf geachtet wird, wie miteinander umgegangen wird, wie schnell es zu Veränderungen kommen kann und wie man sich dem am besten anpasst. Ich konnte feststellen, dass Flexibilität eine Grundvoraussetzung in der schnelllebigen Welt ist, in der wir leben.

Warum zahlt sich ein Studium aus, abgesehen vom Wissenserwerb?

Die Tatsache, dass man sich selbst beweist, dass man ein Studium abschließen kann und somit sein Selbstbewusstsein und sein Selbstwertgefühl immens steigert, sollte ein Ansporn sein zu studieren. Weiters ist das Networking ein wesentlicher Aspekt. Man lernt so viele großartige Menschen während des Studiums kennen. Die Kolleginnen und Kollegen in der Kohorte werden zu Freundinnen und Freunden, Professorinnen und Professoren werden zu Mentorinnen und Mentoren.

Man sollte aber auch nicht den Aspekt außer Acht lassen, dass ein abgeschlossenes Studium Türen in beruflicher Hinsicht öffnet, die ohne ein Studium meist geschlossen bleiben!

Was ist Ihr Erfolgsrezept?

Disziplin und Durchhaltevermögen. Zu diesen Punkten ist es wichtig anzumerken, dass es für mich, auch aufgrund meines Alters, unverzichtbar ist bzw. war, genau zu wissen, was und warum ich studieren möchte und wohin mich dieses Studium bringen kann. Ich habe diese eine Chance und deshalb ist mir völlig bewusst, dass ich mit viel Disziplin, Ehrgeiz und Durchhaltevermögen dieses Studium sehr gut abschließen kann. Für mich kommt kein anderes Studium infrage und aus diesem Grund ist es mir wichtig, so viel wie möglich für die Berufswelt mitzunehmen.

Darüber hinaus gehört sehr viel Motivation dazu, sich in meinem Alter noch für ein Studium zu entscheiden. Dazu trägt vor allem mein Sohn sehr viel bei. Denn es wäre ein Wunsch von mir, dass mein Sohn einmal sagen wird, dass er stolz auf seinen Vater ist, was er geleistet hat und er auch erkennt, dass ich dies unter anderem auch für ihn gemacht habe.

Welchen Tipp können Sie an jene weitergeben, die keine Matura haben und sich für ein Studium interessieren?

Keine Angst vor Veränderung, nur Mut zu einem Studium! Wichtig ist es, sich im Vorhinein gut über das Studium, den Weg dorthin, die Dauer, die Finanzierung, aber auch die Schwierigkeiten, die es mit sich bringt, zu informieren. Informationsbeschaffung ist essenziell, um nicht im Nachhinein zu erkennen, dass dieses Studium eventuell der falsche Weg oder Zugang zu einer Veränderung ist bzw. war.

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