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Story #Student Story#Applied Chemistry

Erste Publikation während des Studiums eingereicht

Dzeneta Dedic - neugierige und zielstrebige Teamplayerin

Dzeneta Dedic studiert im letzten Semester Applied Chemistry an der IMC Fachhochschule in Krems. In den nächsten Wochen wird sie ihre erste Publikation einreichen. Die 22-jährige engagierte junge Frau kommt aus Linz - der Hauptstadt von Oberösterreich. Sie absolvierte ein Gymnasium mit einem naturwissenschaftlichen Schwerpunkt. Das gab ihr die Möglichkeit, in Laboren zu arbeiten und einige Firmen und Universitäten zu besuchen, um einen frühen Einblick in den Alltag einer Wissenschaftlerin zu bekommen. Während dieser Zeit arbeitete sie auch als Tutorin für jüngere Schülerinnen und Schüler, führte sie durch ihr Gymnasium und half ihnen bei ihren schulischen Arbeiten. Sie beschreibt sich selbst als Teamplayerin, die es genießt, mit Familie, Freunden und Kolleginnen zu lachen. Sie ist auch jemand, der zielstrebig und wirklich neugierig auf die Welt ist und wissen will wie sie funktioniert.

Portrait von Dzeneta Dedic

Dzeneta Dedic ist eine der ersten Absolventinnen des Studiengangs Applied Chemistry und kann sich auf eine vielversprechende berufliche Zukunft freuen. Fotocredit: Dzeneta Dedic

In einem Interview erzählte sie ihrem Studiengangsleiter, Priv. Doz. Dr. Uwe Rinner, mehr über ihre Erfahrungen und Zukunftspläne.

Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit - wie entspannen Sie sich vom Stress?

Ich verbringe gerne Zeit mit Freunden, mache Yoga und schaue Filme mit guten Plot-Twists. Vor der aktuellen Pandemie war ich auch jemand, der sehr gerne reist und das ziemlich häufig getan hat. Da meine Eltern beide aus Bosnien & Herzegowina stammen, besuche ich dieses Land sehr oft und fühle mich mit den Menschen, der Kultur, dem Humor und (natürlich) der Küche sehr verbunden.

Was war ausschlaggebend für Ihre Entscheidung, Applied Chemistry zu studieren?

Die Gründe, warum ich mich für das Studium Applied Chemistry an der IMC FH Krems entschieden habe, waren ein sehr vielfältiges und umfangreiches Studienprogramm und die Möglichkeit, im letzten Semester ein Wahlfach zu wählen. Außerdem hat die IMC FH Krems einen sehr modernen Campus und eine tolle Gemeinschaft, die zu einer warmen und einladenden Atmosphäre beiträgt.

Wie würden Sie Ihr Praxissemester beschreiben?

Mein Berufspraktikum fand an der Johannes Kepler Universität in Linz statt, wo ich einen Katalysator synthetisiert und analysiert habe, um ihn später für die Katalyse von CO2 zu anderen Produkten wie Ameisen- oder Essigsäure einzusetzen. Für mich war der gesamte Prozess von der Synthese bis zur Anwendung sehr aufschlussreich und ich konnte viele verschiedene Methoden aus der Analytik und Organischen Chemie ausprobieren. Außerdem war das Thema CO2-Reduktion sehr interessant zu bearbeiten und ich hoffe sehr, dass wir unsere Technologie weiterentwickeln und dieses Umweltproblem bald lösen werden.

Welche Inhalte aus Ihrem Studium interessieren Sie am meisten?

Während meines Studiums haben mich die Vorlesungen zu Themen wie Bioorganische Chemie, Toxizität und Analytische Chemie sehr interessiert. Die Zeit im Labor war jedoch eines der einprägsamsten Dinge in den letzten Semestern.

Welche Spezialisierung haben Sie gewählt und warum?

Ich habe mich für das Wahlfach "Instrumentelle Analytik und Chemometrie" entschieden, das einen Schwerpunkt auf die Methoden der Analytischen Chemie legt. Die spätere Auswertung der Ergebnisse durch Chemometrics, Multivariate Datenanalyse und Data Mining zeigt uns StudentInnen, was unsere gewonnenen Daten über unsere Probe aussagen. Der Grund, warum ich mich für dieses Wahlfach entschieden habe, ist zum einen mein Interesse an Analytischer Chemie und Datenvisualisierung und zum anderen der hohe Bedarf der Industrie an Leuten, die in diesen Bereichen gut ausgebildet und qualifiziert sind.

Was hat Sie während Ihres Studiums überrascht?

Die spannendsten und überraschendsten Momente hatte ich im Labor, da nicht jeder Tag gleich war. Erfolgreich durchgeführte Experimente und auch solche, die scheiterten, weckten immer noch mehr Interesse und Begeisterung.

Von welchen Bereichen des Studiums werden Sie am meisten profitieren?

Einer der größten Vorteile meines Studiums ist das Praxissemester, das mir die Möglichkeit gibt, meine Fähigkeiten und Kenntnisse als Mitglied einer Forschungsgruppe zu verbessern und zu erweitern sowie einen Blick hinter die Kulissen von wissenschaftlichen Forschungsprojekten zu werfen.

Was sind Ihre Ziele nach dem Studium?

Mein Plan nach dem Abschluss ist es, mein Studium in einem chemiebezogenen Master-Studiengang fortzusetzen. Ich hoffe sehr, dass ich während meiner zukünftigen Ausbildung die Möglichkeit habe, für längere Zeit ins Ausland zu gehen, vorzugsweise nach Großbritannien oder Neuseeland. Nach meinem Master-Studium plane ich, in Österreich zu bleiben, da die chemische Industrie hier viele tolle Möglichkeiten zum Arbeiten bietet.

Stichwort: Grüne Chemie. Was sind Ihre Ambitionen in dieser Richtung?

Eines der wichtigsten Ziele der Grünen Chemie ist es, die Nachhaltigkeit von chemischen Prozessen und deren Produkten zu erhöhen. Ein besserer, umweltfreundlicherer Ansatz muss angesichts der besorgniserregenden Entwicklungen der letzten Jahrzehnte oberste Priorität haben. Da mir in vielen Vorlesungen die Wichtigkeit dieser Aspekte der Chemie und deren Anwendung in der Industrie vermittelt wurde, wird mich der nachhaltige Einfluss auf und die Verantwortung für die Umwelt immer in meinem Berufsleben begleiten.

Ihr Tipp für angehende Studenten:

Niemals zögern, Fragen zu stellen, kritisch zu sein und neue Wege zur Lösung eines Problems auszuprobieren.

Ihr Motto:

Carpe diem!

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