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Story#Gesundheit#Events

Die gesündeste und günstigste Apotheke der Welt: Unser Wald

Der Wald war beim 2. internationalen Kongress "Gesundheitspotenzial Wald" das Hauptthema.

Der Wald hat großes und manchmal auch missachtetes Gesundheitspotenzial.

Gesundheitspotenzial Wald - Kongress

Expertinnen und Experten diskutierten beim internationalen Kongress Gesundheitspotenzial Wald in Krems.

Professor Horst Klinkmann, Berater und Botschafter für Gesundheitswirtschaft der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern, sprach vom Wald als „natürlichstes Sanatorium und gesündeste und günstigste Apotheke“. Was das betrifft habe der Wald noch viel unerforschtes Potenzial, das wurde beim 2. Internationalen Kongress Wald, der am 6. Und 7. November an der IMC FH Krems stattfand, klar.

Immunologe Arnulf Hartl von der Paracelsus Medizinische Privatuniversität in Salzburg bezeichnete den Wald als wichtigen Bestandteil unseres Lebens: „Er ist eine wichtige Ressource für unsere Gesundheit, aber auch ein wichtiges Kulturgut, das erhalten werden muss.“ Auch IMC FH Krems Alumna Birgit Gruber stimmte zu und ergänzte: „Gesundheit ist unser wichtigstes Gut und soll nicht erst beim Auftreten von Krankheiten beachtet werden. Der Wald ist dabei eine wichtige Ressource.“

Kur – und Heilwald

Gisela Immich von der Ludwig-Maximilians-Universität München sah eine Notwendigkeit waldspezifischer Weiterbildungen. Der Wald wirkt auf unterschiedlichen Ebenen: körperlich, mental und sozial. So kann der Wald auch für präventive Maßnahmen genutzt werden und in der Therapie. „Der Wald ist Balsam für Körper und Seele“, bestätigt auch Klaus King vom Hotel & Welnessrefugium DAS KRANZBACH.

Marianne Düsterhöft, Geschäftsführerin des Bäderverband Mecklenburg-Vorpommern, erläuterte weiter: "Es braucht koordinierte Schritte zum Kur- und Heilwald". Ziel eines Heilwaldes für die Besucherinnen und Besucher sei es "gesund, glücklich und schön zu sein.“

Harald Menning, Fachgebietsleiter für die Vorbereitung forstlicher Rahmenplanung der Landesforstanstalt Mecklenburg-Vorpommern betonte im Hinblick auf Kur- und Heilwälder: "Wald muss Wald bleiben aber Wald muss auch positiv in Wert gesetzt werden."

Wissenschaft vorantreiben

Viele Vortragende des Kongresses haben aufgezeigt, dass wissenschaftliche Beweise für die gesundheitlichen Wirkungen des Waldes auf den Menschen benötigt werden: nicht nur qualitativ, sondern auch quantitativ. Hier hat die Forschung also noch einiges zu tun. Es wurde auch klar, es braucht Pioniere wie Klinkmann, internationale Studien und vor allem interdisziplinäre Teams aus den Bereichen Medizin, Biologie, Ökologie, Pädagogik und Tourismus. Darüber hinaus müssen auch gesetzliche Rahmenbedingungen geschaffen werden, um gesundheitliche und gesundheitstouristische Produktentwicklung zu ermöglichen.

Dieter Kotte von der International Nature und Forest Therapy Alliance (INFTA) aus Melbourne betonte: „Wir brauchen starke Bündnisse und Netzwerke. Der Anfang dafür wurde letztes Jahr beim 1. internationalen Kongress Gesundheitspotenzial Wald in Mecklenburg-Vorpommern gelegt. Wir haben mit dem diesjährigen Kongress in Krems versucht, dies weiter zu verstärken und voranzutreiben.“

Verwurzelung in Niederösterreich

In Niederösterreich gibt es pro Niederösterreicherin bzw. Niederösterreicher 481 Bäume. Mit dem Waldviertel ist eines der vier Viertel sogar im Namen besonders mit dem Wald verhaftet. Dementsprechend wird dem Wald und dessen Pflege und naturnahe Nutzung auch von Landesseite große Wichtigkeit zugeschrieben, das versicherte auch der Abgeordnete zum NÖ Landtag Franz Dinhobl. „Unser Ziel ist es, die Entwicklung des Waldes für Erholung und Gesundheit, begleitet von wissenschaftlicher und medizinischer Erforschung, weiter voranzutreiben. So kann die Waldtherapie stärker zum Wohle der Gesundheit genutzt werden", so der Staatssekretär von Mecklenburg-Vorpommern im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Stefan Rudolph bei der Eröffnung des Kongresses in Krems.

Wald erhalten

„Was passiert, wenn der Wald verschwindet?“, eine Frage der Experte Hartl in seiner Keynote nachging, sollte daher theoretisch erforscht werden, in der Praxis – da waren sich die Experten und Expertinnen einig – sollte der Fortbestand des Waldes gesichert und gefördert werden.

Conclusio und Empfehlung für alle Menschen: „Der Wald tut uns gut. Gehen Sie regelmäßig in den Wald und bleiben Sie gesund.“

Bilder Kongress "Gesundheitspotenzial Wald" 

IMC FH Krems Health Week