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Story #Student Story#Angewandte Gesundheitswissenschaften#Gesundheit

Das Potenzial von Diätologie voll ausschöpfen

Wissenschaftliche Ansätze für die Praxis

Nach dem Motto „Nahrung ist die erste Medizin“ war Martina Haider immer davon überzeugt, dass das, was wir essen und trinken, unsere Gesundheit nachhaltig beeinflussen kann. Sowohl ihr Interesse an der Medizin als auch an Ernährung haben sie zum Studium der Diätologie motiviert, indem sie sich beiden Themengebieten in Kombination widmen konnte. Seit ihrem Studienabschluss im Herbst 2000 arbeitet Martina Haider im Landesklinikum Scheibbs und auch freiberuflich als Diätologin.

Portrait von Martina Haider

Martina Haider erweitert ihren Horizont mit dem Master-Studium Angewandte Gesundheitswissenschaften.

Den eigenen Horizont erweitern

Nach 20 Jahren in der Praxis und zahlreichen berufsspezifischen Fort- und Weiterbildungen wollte ich meinen Horizont maßgeblich erweitern und mich im Bereich des wissenschaftlichen Arbeitens vertiefen. Interdisziplinäre Arbeit war mir schon immer ein großes Anliegen und hat mich zu diesem speziellen, interprofessionellen Master-Studium motiviert. Hier komme ich mit meinem Interesse an Neuem und meinem Anspruch, mich ständig weiterzuentwickeln, voll auf meine Kosten.

Mein Ziel ist vor allem, meine persönlichen Kompetenzen zu erweitern und somit auch die Möglichkeiten meines beruflichen Tätigkeitsfeldes als Diätologin und Gesundheitswissenschafterin zu vergrößern.

Wichtig für die Positionierung der medizinisch-technischen Berufe

Die Multiprofessionalität – also der Austausch mit anderen (therapeutischen) Professionen – macht dieses Studium besonders. Für mich ist außerdem die berufsbegleitende Organisation des Studiums perfekt, da ein Vollzeitstudium für mich als alleinerziehende Mutter nicht machbar wäre.

Der Studienplan des Studiengangs ist sehr umfassend und breit gefächert und wird so den Herausforderungen des modernen Gesundheitswesens absolut gerecht. Das Studium beinhaltet zahlreiche Bereiche, die neu für mich sind: Angefangen von Innovationen in der Therapie über Digitalisierung, Projektmanagement und die Auseinandersetzung mit Themen wie Migration oder Demographie.

Diese Vielfalt an zeitgemäßen Themengebieten hat das Studium so besonders für mich gemacht und zeigt neue Tätigkeitsfelder und Lösungsmöglichkeiten im Gesundheitswesen auf. Ich schätze außerdem die Möglichkeit, sich auf akademischem Niveau mit wissenschaftlichem Arbeiten und dem Bereich der Forschung zu beschäftigen, als sehr wichtig zur Positionierung der professionellen Arbeit der medizinisch-technischen Berufe ein.

Forschung trifft auf Praxis

Teil des Studiums ist ein interprofessionelles Praxisprojekt, welches wir mittlerweile bereits abschließen konnten. Das Endprodukt – ein innovatives Therapie-Pockettool zum Einsatz in der physiotherapeutischen und diätologischen Praxis – wartet darauf, von uns in unserem Berufsalltag integriert zu werden.

Im Zuge meiner Master-Arbeit habe ich die Möglichkeit, direkt an meiner Arbeitsstelle wissenschaftlich zu arbeiten. Das ist für mich völliges Neuland, da die Durchführung von Studien an meiner Arbeitsstelle nicht alltäglich ist. Ich habe das Thema „Evaluation von diätologischen Interventionen bei Patientinnen und Patienten mit einer onkologischen Grunderkrankung im Palliative Care Setting eines Grundversorgungskrankenhauses – Prospektive Beobachtungsstudie“ gewählt. Im Zuge dessen evaluiere ich auf unserer Palliativstation die Symptomlast der Patientinnen und Patienten anhand ihrer Selbsteinschätzung mit Hilfe von sogenannten Selbstausfüller Fragebögen (Patient-Reported Outcome Measures [PROMs]) – und bringe somit die Forschung in die unmittelbare Praxis.

Ein Abschluss, der neue Türen und Wege öffnet

Ich bin immer noch Diätologin im LK Scheibbs, aber die im Studium erworbenen Inhalte haben meine tägliche Arbeit auf jeden Fall bereits verändert. Vor allem der Fokus auf wissenschaftliches Arbeiten im therapeutischen Setting ist dabei bedeutend in den Vordergrund gerückt.

Inwiefern ich mich nach Abschluss des Studiums beruflich verändern werde, kann ich noch nicht genau sagen. Ich bin mir aber darüber im Klaren, dass sich mir durch den Abschluss des Studiums und den Titel Master of Science in Applied Health Sciences auf jeden Fall neue Wege und Türen öffnen werden.

Potential für Synergien erkennen

Ich würde den Studiengang „Angewandte Gesundheitswissenschaften“ unbedingt allen therapeutischen Gesundheitsberufen weiterempfehlen, um so unsere Akademisierung voranzutreiben.

Der multiprofessionelle Ansatz ist aus einem modernen Gesundheitswesen nicht wegzudenken und der Austausch zwischen Therapeutinnen und Therapeuten aller Sparten muss intensiviert werden, da hier reichlich Potential vorhanden ist, um Synergien intensiver zu nutzen.

Ich habe es nicht bereut, die Herausforderungen eines berufsbegleitenden Studiums auf mich genommen zu haben, obwohl es sicher nicht immer einfach war. Man lernt ein Leben lang! Das neuerworbene Wissen erweitert den Horizont enorm und ist für mich essentiell, um mich sowohl persönlich als auch beruflich weiterzuentwickeln.

Zum Studiengang Angewandte Gesundheitswissenschaften