Details zum Studium

Musiktherapie

Masterstudiengang / Berufsbegleitend

Zielsetzungen des Studiengangs

Vorrangiges Ziel des beantragten berufsbegleitenden Masterstudiengangs ist es, handlungs- und forschungskompetente AkademikerInnen heranzubilden, die zur eigenverantwortlichen Ausübung der Musiktherapie laut Musiktherapiegesetz MuthG (93. Bundesgesetz über die berufsmäßige Ausübung der Musiktherapie, § 10).berechtigt sind.

Vermittelt werden fachübergreifende Kenntnisse (Anthropologie des Heilens, Selbstreflexion, Fremdsprache, Betriebswirtschaft) sowie fachspezifische Kenntnisse der Musiktherapie (Klinisches Arbeiten, Theorien und Forschungsmethoden der Musiktherapie, Therapeutische Kommunikation, Recht) und Kompetenzen im Bereich der Forschung (Forschungsmodelle, Masterarbeit, Wissenschaftscoaching), die sich am internationalen Standard musiktherapeutischen Wissens orientieren. 

Ein wichtiges Ausbildungsziel ist die Verknüpfung praktisch-therapeutischer und selbstreflexiver Kompetenzen mit bedarfsorientiertem wissenschaftlichem Forschen. Umgesetzt wird dies durch die Durchführung eines Forschungsprojektes, das sich mit klinisch relevanten Fragestellungen der Musiktherapie auseinandersetzt.

Aufbau des Studiengangs

 Der Studienaufbau folgt der Idee einer schrittweisen Umsetzung theoretisch erlernten und praktisch eingeübten Wissens, wobei sich die Lernziele an der „Bloom’schen Taxonomie kognitiver Lernziele“ (Wissen, Verstehen, Anwenden, Analysieren Synthetisieren, Evaluieren) orientieren. Neben den kognitiven Lernzielen gilt es auch therapeutisches Wissen sowie Selbsterfahrungswissen zu generieren und in das Konzept hochschulischen Lernens auf Masterniveau zu integrieren.

Der Studienaufbau erfolgt modularisiert, wobei folgende Schwerpunkte von Semester 1 bis 4 gesetzt werden: 

Durchgängig durch alle 4 Semester ist das Modul der Selbstreflexion, in dem eigene psychische Prozesse bearbeitet werden. Der Umgang mit Nähe und Distanz sowie die Verarbeitung belastender klinischer Erfahrungen stehen hier im Mittelpunkt. 

Ebenso durchgängig ist das Thema Wissenschaftscoaching, das sich in den Modulen „Wissenschaftliches Arbeiten I und II“ und „Wissenschaftliche Präsentation und Argumentation I und II“ widerspiegelt. Hierbei finden die Studierenden Unterstützung in der Ausarbeitung ihrer individuellen Forschungsprojekte. 

Das Modul „Therapeutische Kommunikation“ im 1. und 2. Semester verfeinert die Studierenden im kommunikativen Umgang mit dem therapeutischen Praxisfeld. Hier ist das Ziel, zwischen Wahrnehmung, Emotion und Interpretation differenzieren zu können.

Das Modul „Klinisches Arbeiten“ wird durchgängig vom 2. bis zum 4. Semester angeboten. In diesem Modul steht die Verbindung der klinischen Praxis mit der therapeutischen Methoden- und klinischen Forschungsanwendung im Mittelpunkt. Gestützt wird dieses Modul im 1. Semester durch das Modul „Wissenschaftstheorien und ihre Methoden“, das seine Schwerpunkte in quantitativen und qualitativen Forschungstheorien setzt (Musikwirkungsforschung, Aktionsforschung, quantitative und qualitative Forschungsmethodik, Statistik).

Die Module „Interdisziplinäres Arbeiten“ und „Anthropologie des Heilens“ sollen die Studierenden zur interdisziplinären Zusammenarbeit in den Gesundheitswissenschaften, sowie zur Auseinandersetzung mit Fragen der Ethik und einem anthropologischen Verständnis von Gesundheit und Krankheit führen. Zudem erwerben sie die Befähigung, sich im breiten Feld komplementärmedizinischer Angebote nach wissenschaftlichen Kriterien orientieren zu können. Es wird besonders darauf hingewiesen, dass im Hinblick auf die teilweise ärztliche Doppelqualifikation bzw. spezielle Qualifikation und deren Berücksichtigung bei der Auswahl von MitarbeiterInnen (z.B.: Arzt/Ärztin und MusiktherapeutIn oder Psychologe/Psychologin und Aktionsforscher/Aktionsforscherin) der interdisziplinäre Ansatz nicht nur curricular abgebildet sondern auch aktiv gelebt wird.