Forschungsprojekte

Virale und fungale Infektionen

Details

Kurzbeschreibung

Die Spitzenmedizin in Österreich ermöglicht heute vielen Patientinnen und Patienten ein Überleben in medizinischen Bereichen, in denen früher Therapien nicht oder nur unzureichend zur Verfügung standen. Dies ist zu einem nicht unwesentlichen Teil der Weiterentwicklung der Intensiv- und Transplantationsmedizin zu verdanken. Als Konsequenz führte allerdings speziell Letztere zu einer stark gestiegenen Zahl an immungeschwächten Patientinnen und Patienten mit einem stark erhöhten Risiko für ansonsten harmlose virale Infektionskrankheiten wie beispielsweise Infektionen mit Adenoviren. Derartige Infektionen können in dieser Patientengruppe mitunter auch letale Folgen haben. Während bakterielle Infektionen mittels Antibiotika weitgehend gut kontrollierbar sind, sind die Therapieoptionen für Virusinfektionen unzureichend, und die nach wie vor hohe Mortalitätsrate zeigt klaren Handlungsbedarf in diesem Bereich auf. Immungeschwächte Patientinnen und Patienten versterben nicht mehr an ihrer ursprünglichen Erkrankung, sondern an den oben genannten Infektionen. Genau hier gilt es, eine Weiterentwicklung voranzutreiben und Möglichkeiten zu suchen, neue Drug Targets zu identifizieren.

Ziel dieses Forschungsprojekts ist daher die Systematisierung und wissenschaftliche Aufarbeitung von potentiellen Drug Targets im Infektionssetting von immungeschwächten Patientinnen und Patienten. Die Analysen der in den In-vitro-Modellen erarbeiteten Daten werden neue Erkenntnisse bezüglich des Zusammenspiels zwischen Adenoviren und menschlichen Zellen liefern, die die Grundlage für weitere Untersuchungen sowie die Voraussetzungen für die Entwicklung effektiver Therapien darstellen könnten.

Das Projekt wird von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft im Rahmen der 6. Ausschreibung für die „Aufbau“ Linie von COIN gefördert.

Zurück zur Übersicht