Start-up: Happymed

Philipp Albrecht und IMC FH Krems Student Lukas Stadler nehmen PatientInnen mit audiovisueller Brille die Ängste vor Operationen.

Das Happymed Team mit audiovisueller Brille Foto: © David Lugmayr (www.davidlugmayr.at)

Die Idee zu Happymed entstand bei einem Zahnarztbesuch. Philipp Albrecht wartete auf seine Wurzelbehandlung, schaute an die Decke, hörte die Geräusche des Bohrers aus dem Behandlungsraum, wollte überall anders sein nur nicht in der Zahnarztpraxis. Dabei überlegte er wie man solche Situationen für Patienten angenehmer machen könnte.

Kurz darauf gründete Philipp Albrecht Happymed, ein Start-up, das audiovisuelle Ablenkungen in Arztpraxen herstellt: eine Videobrille, die Patienten bei Operationen und Eingriffen mit lokaler Betäubung Ängste nehmen soll. 80 Prozent der Sinneswahrnehmungen werden über Augen und Ohren aufgenommen, welche über Happymed abgedeckt werden.

Ziel von Happymed ist nicht nur vor und während Operationen Ängste zu reduzieren, sondern auch die PatientInnen zu entspannen, wodurch weniger Schmerz- und Beruhigungsmittel notwendig werden und der Behandlungserfolg gesteigert wird. Für Ärzte hat dies den Vorteil, dass durch die Videobrille mit Kopfhörern die Arbeit erleichtert wird und Kosten gespart werden.

Bis jetzt wurde zu Happymed über 100 Einzelinterviews geführt und einige praktische Tests bei Ärzten absolviert, wobei das Feedback durchwegs positiv ausgefallen ist.

Seit Anfang 2014 arbeitet IMC FH Krems Student Lukas Stadler (ab September Absolvent) bei Happymed mit. Zusammengeführt hat Phillipp Albrecht und den "Betriebswirtschaft für das Gesundheitswesen" Studierenden Studiengangsleiter Mag. (FH) Dr.Manfred Pferzinger. Stadler ist bei dem Start-up für das Projektmanagement und den medizinischen Bereich verantwortlich. „Es ist extrem spannend von Anfang an bei so einem jungen Unternehmen dabei zu sein. Ich kann vieles das ich im Studium gelernt habe bei Happymed umsetzen und anwenden. Ich bin bei jedem Teil des Aufbaus dabei gewesen, angefangen von den ersten Tests, bei der Entstehung des Firmenlogos, bei den ersten Tests bei den Ärzten. Besonders motivierend dabei ist, dass das Feedback von den Ärzten bis jetzt durchgehend positiv war und uns bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind,“ sagt Stadler.

„Die Brille ist dabeifür uns ein wichtiges Hilfsmittel unseren PatientInnen den Klinikaufenthalt so angenehm und entspannt wie möglich zu gestalten. Der Effekt der Ablenkung und Beruhigung ist klar spürbar, der Bedarf von Schlaf- und Beruhigungsmitteln ist bereits merklich zurückgegangen.” meint Dr. med. Holger Sauer, Chefarzt der Anästhesieabteilung in der Klinik am Park in Lünen.

Vervollständigt wird das Team von Happymed mit Patrick Himler, der für die Elektrotechnik und dem Bau des Prototypen verantwortlich ist und von Florian Fischer der die Softwarekomponenten entwickelt. Mittlerweile sind die ersten Prototypen verkauft, Anfang 2015 soll das Geschäft richtig anlaufen.

Vor kurzem wurde Happymed im INiTs Startup Inkubator der Stadt Wien aufgenommen und das Team sucht derzeit noch Kapitalgeber und Kontakte zu Ärzten und Krankenhäusern.

Bei Interesse Kontakt und mehr Infos unter www.happymed.org

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