Austrian Way of Digital Success: Projekt Enterprise 4.0. geht in der Digitalisierung eigene Wege

Prof.(FH) Mag. Gerhard Kormann, Professor an der IMC FH Krems und IMC Alumnus Michael Schilling sind zwei der Initiatoren des Projekt Enterprise 4.0, das vor drei Jahren gestartet wurde. 11 Leitbetriebe vereinen sich dort, um sich gemeinsam gegen digitale Leerformeln zu stemmen.

Michael Schilling, MA, Produktionsleiter bei Test-Fuchs und Mag. Gerhard Kormann, Professor an der IMC in Krems haben ihren eigenen Weg gefunden österreichische Unternehmen bei der Digitalisierung zu helfen. Foto: Factory/Thomas Topf

„Wir müssen unseren eigenen Weg finden. Der klassische österreichische Leitbetrieb würde am liebsten alles selber machen und was er nicht selbst kann, sieht er automatisch als eine Art Schwäche. Mit der digitalen Transformation wird diese Logik stark hinterfragt. Deswegen nannten wir es auch den Austrian Way“, erklärt Prof. (FH) Mag. Gerhard Kormann im Interview mit FACTORY. Damit meint er, dass in Österreich eine ganz eigene industrielle Logik herrscht und dadurch beispielweise nicht von Amerika oder Deutschland kopiert werden kann.

Selber machen und Arbeitsteilung

„Die Ich mache alles selbst- Philosophie im Sinne einer hohen vertikalen Integration ändert sich. Sie wird aber nicht obsolet. Vielmehr geht es darum, dass nur jene Kernkompetenzen im Hause verbleiben, welche den Erfolg nachhaltig absichern, alles andere werden Partner erledigen. Diese Form der neuen radikalen Arbeitsteilung löst bisherige Firmengrenzen auf“, erklärt Gerhard Kormann die Veränderung, die die Digitalisierung mit sich bringt. Mit Enterprise 4.0 werden Wege gefunden, diese neuen Herausforderungen zu meistern. Dabei geht es um neuartige Innovationsmethodik, basierend auf Cross Industry Innovation. So sollen auch branchenübergreifende Kooperation in Zukunft forciert werden.

Problemlösungen finden und anbieten

Der Erfolgsgarant von Enterprise 4.0 ist laut Michael Schilling, MA die gute Umsetzungsthematik, an der es anderswo oft fehlt. Problemlösung steht hier im Mittelpunkt. Wichtig ist laut Prof. (FH) Mag. Gerhard Kormann und Michael Schilling, MA vor allem, dass die Zusammenarbeit von der Geschäftsführung der einzelnen Betriebe, genauso wie von den Projektleitern selbst getragen wird. Regelmäßiger Austausch ist dabei essentiell.

IMC FH Krems: Im Studium zum Change Agent werden

Der englischsprachige Masterstudiengang Digital Business Innovation and Transformation nimmt sich diesen neuen Entwicklungen, die die Digitalisierung mit sich bringt, an. Der Fokus liegt auf den betriebswirtschaftlichen Kenntnissen, die bei der Begleitung eines digitalen Transformationsprozesses benötigt werden. Das Ziel des Studienganges ist es, den Studierenden jene spezifischen „Transformationskompetenzen“ zu vermitteln, die Sie für das Management bzw. die Begleitung von Digitalisierungsprozessen in unterschiedlichen „Corporate Environments“ befähigen. So fungieren sie dann als Change Agent der digitalen Transformation im Unternehmen.

Zum gesamten FACTORY Artikel

zurück zur Übersicht

Share